Ticketbetrug im Louvre: Museumsmitarbeiter unter Anklage gestellt

Der Pariser Louvre macht seit dem Juwelen-Diebstahl im vergangenen Oktober Negativ-Schlagzeilen wegen Sicherheitsmängeln. Zusätzlich erschüttert ein mutmaßlicher Millionenbetrug mit Tickets das Kunstmuseum. Am Mittwoch wurde deswegen ein weiterer Louvre-Mitarbeiter unter Anklage gestellt, wie die Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Der Mann steht im Verdacht, in den großangelegten Ticketbetrug verwickelt zu sein. Über zehn Jahre lang soll sich ein kriminelles Netzwerk im Louvre mit einer ausgeklügelten Masche bereichert haben. Im Februar waren deshalb bereits neun Menschen unter Anklage gestellt worden, darunter zwei Museumsbeschäftigte sowie einige Touristenführer. Rund 1,4 Millionen Euro wurden beschlagnahmt. Der Schaden für den Louvre durch den Betrug wird auf mehr als 10 Millionen Euro geschätzt. Die Betrüger sollen laut Staatsanwaltschaft Gruppenführungen organisiert haben, die die zulässige Höchstzahl von Teilnehmern überschritten. Für die zusätzlichen Teilnehmer hätten sie überhöhte Preise berechnet - außerhalb des offiziellen Verkaufs und zum eigenen Profit. Außerdem sollen sie Tickets mehrfach verwendet und falsche Eintrittskarten verkauft haben. Museumsmitarbeiter hätten Geld dafür erhalten, die Gruppen nicht zu kontrollieren.