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Tonart | Beitrag vom 01.04.2019

Thomas Pigor und Benedikt Eichhorn wieder auf TourDer Sänger und sein "Tastenknecht" - verstehen sich prächtig

Moderation: Martin Böttcher

Die Musiker Thomas Pigor (l.) und Benedikt Eichhorn stehen nebeneinander, Thomas Pigor mit Hut, Benedikt Eichhorn hat die Arme verschränkt. (Thomas Nitz)
Die Musiker Thomas Pigor (l.) und Benedikt Eichhorn (Thomas Nitz)

"Pigor singt. Benedikt Eichhorn muss begleiten". Unter diesem Motto ziehen Thomas Pigor und "sein" Pianist seit 1995 mit ihren kabarettistischen Chansonprogrammen durch das Land. Eine neue Tour steht nun bevor: "Volume 9" mit neuen und alten Songs.

Auf neun Programme haben sie es gebracht, immer unter dem Motto "Pigor singt. Benedikt Eichhorn muss begleiten". Auf CDs und DVDs sind sie alle dokumentiert, und dafür mehrfach ausgezeichnet: mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, dem Österreichischen Kabarettpreis und – im vergangenen Jahr erst – mit dem renommierten Radio-Kabarettpreis Salzburger Stier. Nun gehen beide wieder auf Reisen mit Programm "Volume 9". Aber nicht, ohne live im Deutschlandfunk Kultur zu singen und zu spielen. 

"Wir haben ein wesentlich besseres Verhältnis zueinander als unsere beiden Bühnenfiguren.", sagt Thomas Pigor. "Sonst ist es immer der Sänger, der den Tastenknecht unterdrückt." Auf die Reise freue sich Pigor, da sie eine ganze Zeit lang nicht gemeinsam unterwegs waren. "Jetzt haben wir genügend Gesprächsstoff für die Bahn. Der April wird gut für unsere Beziehung."

Dieses Programm sei wieder ein klassisches Nummernprogramm. Und dieses Mal auch ohne Gäste und damit "gut handhabbar", so Pigor. Dabei versuchten die beiden Themen zu finden, die eine gewisse Haltbarkeitszeit aufweisen. Im Gegensatz zum Kabarett sei der Song, so Benedikt Eichhorn, etwas "langsamer". Ganz blitzschnell könne man da nicht reagieren. Pigor wirft ein: "Manche Songs bleiben aber aktuell!" Und schon erinnert er an den Brexit-Song - uralt und dennoch gültig, auch das Lied zum Berliner Flughafen-Eröffnungstermin muss noch nicht in der Schublade verschwinden.

Nur keine "französische Note"

Chanson wecke immer noch die Assoziation "Frankreich" und eine musikalische Sprache a là Jacques Brel, so die Auffassung von Thomas Pigor. "Ich begreife aber Chanson so, dass Text und Musik auf Augenhöhe miteinander korrespondieren." So kommt es, dass Hip-Hop, Techno und alle anderen Strömungen bei ihnen Einzug halten. Gerade auch beim politischen Chanson. Nach wie vor greifen die beiden Themen auf wie das Tragen der Burka oder den Hass-Pegel deutscher Mitbürger und Mitbürgerinnen. Dabei stellen sie sich auch dem Vorwurf, zwei "alte, weiße Männer" auf der Bühne zu sein. Sie fassen alle Themen an, nur Spaß muss es machen.

(cdr)

Im Studio von Deutschlandfunk Kultur sitzt Eichhorn am Klavier, ihm gegenüber der Sänger Pigor - mit Hut. (deutschlandradio )Im Studio mit Spaß unterwegs: Thomas Pigor (Gesang) und Benedikt Eichhorn (Klavier) live im Deutschlandfunk Kultur. (deutschlandradio )

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