Thilo Medek gestorben
Der Komponist Thilo Medek ist tot. Er starb am Freitag im niedersächsischen Duderstadt im Alter von 66 Jahren an Krebs. Sein langjähriger Freund, der ehemalige WDR-Musikredakteur Wilfried Brennecke, würdigte den Verstorbenen als unbeugsam gegenüber der DDR-Staatsmacht und Komponisten mit "gemäßigt-modernem Stil".
Medek habe sich stets für die Freiheit der Kunst eingesetzt. "Er ist ständig mit den Oberen aneinander geraten", sagte Brennecke im Deutschlandradio Kultur. Als der in Jena geborene Medek einen Protestaufruf gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann unterzeichnete, erhielt er ein Aufführungsverbot in der DDR und siedelte 1977 nach Westdeutschland über.
Medek komponierte Kammermusik, Chorwerke, Sinfonien und Stücke für Fernsehfilme und Hörspiele. Er wandte sich auch der Zwölfton-Musik zu. Allerdings habe er die "Welt der Tonalität" nur gelegentlich verlassen, nicht grundsätzlich, sagte Brennecke. Dadurch sei er beim Publikum gut angekommen.
Das Gespräch mit Wilfried Brennecke können Sie für begrenzte Zeit in unserem Audio-on-Demand-Player hören.
Medek komponierte Kammermusik, Chorwerke, Sinfonien und Stücke für Fernsehfilme und Hörspiele. Er wandte sich auch der Zwölfton-Musik zu. Allerdings habe er die "Welt der Tonalität" nur gelegentlich verlassen, nicht grundsätzlich, sagte Brennecke. Dadurch sei er beim Publikum gut angekommen.
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