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Religionen | Beitrag vom 05.04.2020

Theologin über Dietrich Bonhoeffer "Nationalismus ist für Christen abzulehnen"

Christiane Tietz im Gespräch mit Kirsten Dietrich

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Dietrich Bonhoeffer sitzt inmitten einer Gruppe Jungen an einem Flussufer, alle schauen in die Kamera. (Getty Images / ullstein bild)
Der Theologe Dietrich Bonhoeffer mit einigen seiner Schüler im Frühling 1932 (Getty Images / ullstein bild)

Er gilt als einer der wenigen aufrechten Deutschen im Widerstand gegen den NS-Staat: der Theologe Dietrich Bonhoeffer, der vor 75 Jahren ermordet wurde. Doch jetzt berufen sich auch rechte Nationalisten in den USA auf ihn. Wie passt das zusammen?

Kirsten Dietrich: Vor 75 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer hingerichtet – für seine Beteiligung am deutschen Widerstand gegen Hitler. Ein Märtyrer, ein Heiliger sogar für viele, obwohl die evangelische Kirche eigentlich gar keine Heiligen kennt. Aber für Bonhoeffer macht man gerne eine Ausnahme. Schließlich gab es nicht so viele Widerständler gegen den Nationalsozialismus und promovierte Theologen und Pfarrer unter ihnen noch weniger.

Umstrittener Held des Widerstands 

Diese Bonhoeffer-Verehrung ist aber ein relativ neues Phänomen. Direkt nach Kriegsende 1945 tat sich auch die evangelische Kirche schwer mit ihm – zu radikal, zu beschämend für die meisten Kirchenvertreter war sein Einsatz. Heute gewinnt Bonhoeffer unter dem Stichwort Widerstand ganz neue, durchaus unheimliche Fans.

Wie also über Bonhoeffer reden, 75 Jahre nach seinem Tod? Was ist angemessen, was ist falsche Verehrung, was ist kitschig, was politisch falsch? Darüber spreche ich jetzt mit Christiane Tietz. Sie ist Professorin für Systematische Theologie an der Universität Zürich und beschäftigt sich seit Langem mit Dietrich Bonhoeffer. Frau Tietz, wie ist denn Ihre Beschäftigung mit Bonhoeffer verlaufen, sind Sie gleich mit dem Märtyrer und Widerstandshelden eingestiegen?

Christiane Tietz: Ich habe als Studentin "Widerstand und Ergebung" gelesen, also Bonhoeffers Briefe, die er im Gefängnis geschrieben hat, und da hat mich vor allem sein theologisches Denken fasziniert. Ich hatte den Eindruck, er formuliert vieles, was ich selber auch so denke, aber nicht so gut auf den Begriff bringen kann – zum Beispiel, dass man Menschen nicht kleinhalten soll, sondern dass der Glaube auch für starke Menschen interessant sein kann.

Die Theologin Christiane Tietz, im lachsfarbenen Blazer, schaut freundlich in die Kamera. (rgbphoto.ch / stefan baumgartner)Auf Bonhoeffers Spuren: Die Zürcher Theologin Christiane Tietz. (rgbphoto.ch / stefan baumgartner)

Ich habe dann meine Examensarbeit über Bonhoeffer geschrieben und auch über Bonhoeffer promoviert. Bei Bonhoeffer hat mich gehalten die ganzen Jahre, dass er so international umfangreich rezipiert wird. Es gibt Bonhoeffer-Gesellschaften in Brasilien, in Polen, in Südafrika, in Amerika, in Asien, und diese internationale Ausstrahlung, die war für mich unglaublich faszinierend.

Mutiger Lebensweg, mitreißende Schriften

Dietrich: Was hält denn die Menschen überall in der Welt bei Bonhoeffer, ist das seine politische Biografie oder ist das sein theologisches Denken?

Tietz: Ich glaube, dass es verschiedene Dinge sind. Es ist sicher sein Lebensweg, dieser mutige Einsatz, auch die romantische Geschichte der Liebe zu einer Frau, mit der er verlobt war, aber die er nicht mehr heiraten konnte, weil er vorher ermordet wurde. Und dann aber denke ich schon auch sein theologisches Denken, was sehr vielfältige Bereiche überspannt.

Ich glaube auch, dass es eine große Rolle spielt, dass er einfach sehr gut formulieren konnte. Viele seiner Texte sind einfach sehr, sehr schön zu lesen. Er formuliert so, dass man auch ohne theologisch über die Maßen gebildet zu sein mit den Texten viel anfangen kann.

Dietrich: Ist denn bei der Bonhoeffer-Wahrnehmung außerhalb der theologischen Fachkreise immer noch vor allem der Märtyrer vorherrschend, also dieser aufrechte Theologe, der den Glauben an das Gute im Deutschen lebendig hält?

Tietz: Das wird man zum Teil so sagen können, und ich meine auch, die Bedeutung darf man gar nicht unterschätzen. Wenn Sie an die deutsch-polnische Versöhnung denken, da hat ein Buch über Bonhoeffer eine große Rolle gespielt, eine Biografie, die eine Polin 1970 über Bonhoeffer geschrieben hat mit dem Untertitel "Ein Christ im Dritten Reich". Sie zeigt in dem Buch eben, dass es auch unter den Deutschen Menschen gab, die ihr Christsein versucht haben konsequent zu leben, und das war für die Versöhnung ganz wichtig.

Natürlich spielt bei der Beschäftigung mit Bonhoeffer aber auch der Bonhoeffer von Finkenwalde eine große Rolle, also der Bonhoeffer, der Predigerkandidaten für die Bekennende Kirche ausgebildet hat und mit ihnen ein gemeinsames Leben vor Ort praktiziert hat.

Auch das ist für ganz viele Menschen sehr inspirierend: Wie lebt man eigentlich geistliche Praxis heute, wie kann man miteinander beten, den Tag gestalten, Zeiten der Stille haben und wieder Zeiten des Zusammenseins. Ich glaube, es ist nicht nur der politische Bonhoeffer, der hier wichtig ist.

Vielleicht erlauben Sie mir auch noch eine Bemerkung zu einer Verschiebung in der Bonhoeffer-Forschung, die in den letzten Jahren eingetreten ist: In den ersten Generationen der Bonhoeffer-Forscher waren es vor allem Menschen, die selber entweder sich in der Bekennenden Kirche beteiligt haben oder die Eltern hatten, die sich in der Bekennenden Kirche beteiligt hatten oder auf der Naziseite waren. Das waren immer Menschen, die persönlich ganz stark involviert waren in die Geschichte, auf der einen oder auf der anderen Seite, und die das irgendwie verarbeiten wollten.

Jetzt unter den jüngeren Bonhoeffer-Forschern ist das so weit weg schon, dass sie ganz, wie soll ich sagen, ohne eigene Aktien in dem Ganzen das betrachten können und deshalb auch Bonhoeffer an manchen Stellen kritischer sehen können, als das frühere Generationen konnten.

Ein Heldenbild, ergänzt um Schatten

Dietrich: Das heißt, man kann jetzt einen klaren Blick auf seine Theologie werfen, auch darauf, dass Bonhoeffer theologisch und auch ethisch ja eigentlich ein eher konservativer Mensch war, dass er zum Beispiel ganz klare Rollenbilder von Mann und Frau hatte, dass er gegen Abtreibung war, also all diese eher konservativen Seiten, die vorher unter diesem Heldenbild gar nicht so eine Rolle spielten?

Tietz: Ich glaube schon, dass man das inzwischen differenzierter wahrnehmen kann, dass man mehr den Mut hat, auch Seiten Bonhoeffers zu betonen, die vorher irgendwie schwierig waren. Allerdings, Renate Bethge, die Frau von Eberhard Bethge, Bonhoeffers bestem Freund, die hat immer gesagt, Bonhoeffers Traupredigt, die eben so ganz konservativ ist, die Bonhoeffer für die beiden geschrieben hatte, damit hätte sie noch nie was anfangen können. Also es gab auch schon früher immer Stimmen, die quasi eine schattenlose Rezeption Bonhoeffers abgelehnt haben und gesagt haben, wir müssen den doch ehrlicher anschauen.

Dietrich: Macht dieses Schauen ohne den geschichtlichen Ballast die Anknüpfung an und die Beschäftigung mit Bonhoeffers Theologie leichter?

Tietz: Sie ist natürlich auch gefährlich, weil die Nachgeborenen vieles nicht mehr richtig einschätzen können – denken Sie an die Bedeutung des großbürgerlichen Hauses, aus dem Bonhoeffer kam. Für Menschen, die das gar nicht kennen, die gar nicht wissen, wie es war, Anfang des 20. Jahrhunderts aufzuwachsen, was es hieß, aus einem bürgerlichen Haus zu kommen, die werden viele Sachen mit großem Erstaunen betrachten, wogegen Zeitgenossen Bonhoeffers noch viel besser beurteilen konnten, was so eine Prägung bedeutet hat. Also, es liegt auch eine Gefahr darin, dass man aus der Distanz so drauf schaut, weil man manches eben ohne den Hintergrund gar nicht mehr richtig verstehen kann.

"Religionslos" heißt nicht säkular

Dietrich: Das heißt, man kann Bonhoeffer jetzt auch nicht einfach bei seinen wirklich teilweise wunderbaren Formulierungen nehmen und zum Kronzeugen für ganz gegenwärtige Probleme machen? Also zum Beispiel die Anknüpfung an das "religionslose Christentum", das er entworfen hat als ein Konzept für eine Kirche der Gegenwart, da zu sagen, das ist das richtige Konzept für eine Kirche in einer säkularen weltlichen Gesellschaft heute?

Tietz: Das ist eine sehr komplexe Frage, die Sie stellen. Mit "religionslos" meint Bonhoeffer ja nicht einfach säkular. Religionslos, das heißt für Bonhoeffer: ein Glaube, der nicht auf ein Eingreifen Gottes von außen in den Weltablauf drängt, ein Glaube, der nicht den Einzelnen mit seinem persönlichen Seelenheil ins Zentrum stellt, ein Glaube, der nicht nur einen bestimmten Bereich des Lebens betrifft – das heißt für Bonhoeffer "religionslos".

Säkular ist ja doch ein anderes Phänomen. Man kann sich vorstellen, dass Menschen zwar keine Religiosität mehr haben, aber trotzdem eigentlich nur mit ihrem persönlichen säkularisierten Seelenheil die ganze Zeit beschäftigt sind. Ich meine, man muss die beiden Phänomene schon unterscheiden.

Bonhoeffer ist allerdings oft so missverstanden worden, als meine er mit Religionslosigkeit eigentlich Säkularität. Aber wenn man die Texte aus der Zeit liest, dann sieht man: Nein, Bonhoeffer hält natürlich am Gebet fest, er hält fest an dem persönlichen Glauben zu einem Gott, ihm ist die christliche Gemeinschaft nach wie vor wichtig. Also, man kann das nicht einfach in einen Topf schmeißen.

Rechte Evangelikale entdecken Bonhoeffer als Helden

Dietrich: In den letzten Jahren hat Bonhoeffer ja aus ganz anderen Ecken unerwartete Freunde gewonnen. Jedenfalls fand ich es sehr unerwartet, dass auf einmal auch rechtsgerichtete, fast nationalistische Evangelikale, vor allem in den USA, Bonhoeffer entdeckt haben, also Kreise, denen Bonhoeffer vor 30, 40 Jahren als Vaterlandsverräter gegolten hätte und die ihn jetzt als Widerstandshelden abfeiern. Wie kann das denn gehen?

Tietz: Das kam vor allem durch eine Biografie, die in den USA erschienen ist, von Eric Metaxas, einem rechten Evangelikalen, der Bonhoeffer als einen der ihren zeichnet, vor allem vom Frömmigkeitsstil her. Also, wenn man das Buch liest, dann hat man den Eindruck, Bonhoeffer ist eigentlich ganz und gar evangelikal geprägt, und Metaxas macht das so, dass er alle Elemente in Bonhoeffers eigenem Glauben, aber auch in Bonhoeffers theologischem Denken ausblendet, die damit nichts zu tun haben.

Also, alle liberalen Elemente bei Bonhoeffer, die ignoriert Metaxas geflissentlich. Er sagt, Bonhoeffer habe, als er 1939 in den USA war, so gegen die liberale Theologie der damaligen Zeit gekämpft wie eigentlich zu Hause in Deutschland gegen die Nazis. Und dann ist der Weg nicht mehr weit, dass Metaxas sagen kann: Und so wie wir heute, wir Evangelikalen, gegen den liberalen Zeitgeist in den USA kämpfen, so hätte Bonhoeffer auch gegen den liberalen Zeitgeist gekämpft, denn sein Kampf gegen die Nazis ging letztendlich um das Gleiche.

"America First" widerspricht der Idee der Ökumene

Da werden Parallelen gezogen, die bei Bonhoeffer selbst in dieser Weise fast überhaupt keinen Anhaltspunkt haben – zum einen, weil die politische Situation natürlich eine ganz andere für Bonhoeffer ist, und zum anderen, weil Bonhoeffer sich eben auch als ein Theologe verstand, der ein liberales Erbe in sich trägt.

So einen Nationalismus, "America First", den kann man mit Bonhoeffer, meine ich, überhaupt nicht begründen, denn Bonhoeffer war ein ökumenischer Theologe. Ökumenisch hieß damals: Man nimmt wahr, dass Christen in allen Ländern existieren, und dass ein Nationalismus und ein "Unser-Land-zuerst" für Christen überhaupt nicht möglich ist, weil eben das Christsein die Menschen auf der ganzen Welt verbindet und Nationalismus deshalb abzulehnen ist.

Dietrich: Diese Vereinnahmung Bonhoeffers läuft über die Verbindung: Er leistete Widerstand, auch wenn dieser Widerstand mit der Beteiligung an Plänen zur Ermordung Adolf Hitlers letztendlich gegen seine Glaubensüberzeugung ging – das wird als "Bonhoeffer-Moment" gefasst. Dabei sieht man völlig davon ab, in welchem politischen Rahmen das stattfand. Man bedient also ein rechtes Narrativ, das Hintergründe einebnet und sich so nur auf ein Detail konzentriert und da gleichsetzt.

Tietz: Das würde ich unbedingt so sagen. Das Problem ist einfach, dass man hier mit der Berufung auf Bonhoeffer meint, Widerstand pauschal legitimieren zu können. Aber das darf man eben nicht, sondern man muss wirklich gucken: Gegen was hat Bonhoeffer sich eigentlich gewandt? Er hat Widerstand geleistet für die Opfer systematischer Gewalt in einem Unrechtsstaat, aber er hat nicht einfach gegen irgendetwas, gegen den liberalen Zeitgeist oder so Widerstand geleistet.

Fragmentarische Schriften lassen viele Deutungen zu

Dietrich: Wie kommt es eigentlich, dass jemand mit so einer politisch absolut eindeutigen Biografie wie Bonhoeffer trotzdem so offen ist für die unterschiedlichsten inhaltlichen Deutungen?

Tietz: Ich glaube, das hängt zum einen damit zusammen, dass sein Werk doch recht fragmentarisch ist, das heißt, eine ganze Reihe von Texten sind nicht abgeschlossen, sind nur Entwürfe. Nur ein Fünftel aller Sachen, die veröffentlicht sind, wurden von ihm selbst veröffentlicht, alles andere sind Texte, die nach seinem Tod publiziert wurden. Das sind zum Teil Arbeitsmanuskripte, da sind Sachen nicht bis ins Letzte durchgearbeitet, also deswegen kann man da an vieles anschließen.

Und ich glaube, der zweite Punkt ist natürlich sein Lebensweg und der frühzeitige Tod, der ihn so instrumentalisierbar macht. Man findet ganz oft die Gedankenfigur: Das, was ich für richtig halte, das hielt Bonhoeffer auch für richtig, und der ist sogar noch dafür gestorben.

Damit ist man argumentativ schon im Trockenen, muss es gar nicht mehr selbst rechtfertigen, sondern Bonhoeffer gilt quasi als Legitimationsinstanz für meine eigenen Vorlieben und meine eigenen Überzeugungen.

Verklärung blendet historische Umstände aus

Dietrich: Das heißt, der Kronzeugentod ersetzt das gute Argument.

Tietz: Ja, genau.

Dietrich: Ist eine andere Gefahr vielleicht die große Verkitschung, also dass diese wunderbare prägnante, auch poetische Sprache – man muss ja nur an "Von guten Mächten wunderbar geborgen" denken – ein bisschen dazu führt, dass man Bonhoeffer zu leicht nimmt, zu motivierend, zu positiv, zu einfach?

Tietz: Die Gefahr sehe ich tatsächlich auch. Bei dem Lied "Von guten Mächten wunderbar geborgen" kann ich persönlich diese Melodie von Siegfried Fietz, die auch im Gesangbuch steht, überhaupt nicht ertragen – das ist ja so eine leicht schunkelnde Lagerfeuerromantik, die damit verbreitet wird. Das passt für mich überhaupt nicht dazu, dass Bonhoeffer das Gedicht im Gefängnis geschrieben hat, im Wechsel zum Jahr 1945, als er sicher damit rechnen musste, sterben zu müssen.

Ich meine tatsächlich, wenn man sich mit den Texten beschäftigt, muss man eigentlich immer noch mal an die historische Situation erinnern und darf das nicht einfach ausblenden. Gleichwohl will ich nicht schlechtmachen, dass die Texte Menschen helfen und Menschen in ihrem Leben trösten, und es kann auch ein guter Einstieg sein, über solche einzelnen Aussagen Interesse zu finden, sich mit Bonhoeffer insgesamt zu beschäftigen – in seiner Komplexität und der Vielfalt seines Lebens.

Wege zu Gottvertrauen in Zeiten der Krise

Dietrich: Kann man in dieser Sprache, die geschult ist eben an Notlagen und die fähig ist, Trost zu geben, Anhaltspunkte finden, wie man mit Bonhoeffer jetzt in der Corona-Krise vielleicht noch mal neue Aspekte, neuen Trost finden kann?

Tietz: Ich würde da sagen, nicht mit Bonhoeffer Trost finden, aber mit dem Gott, auf den er vertraut hat. Ich habe in den letzten Tagen oft einen Satz Bonhoeffers gelesen und auch anderen geschrieben, den Bonhoeffer selber im Jahreswechsel 42/43 für seine Mitverschworenen geschrieben hat. Wenn ich darf, lese ich diese zwei Sätze kurz vor: "Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein."

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Deutschlandfunk Kultur macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

Christiane Tietz: Dietrich Bonhoeffer – Theologe im Widerstand
C.H.Beck, München 2019
144 Seiten, 7,99 Euro

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