Themenabend: Zum 150. Todestag von Robert Schumann

RIAS-Abendmusik 7.3.1985 © Jutta Williams
29.07.2006
Robert Schumann fasziniert heute nicht nur durch seine Musik, auch sein bewegtes Leben berührt uns tief. Ins Blickfeld gerät dabei immer wieder die Beziehung zu Clara, der großen Liebe seiner Jugend und späteren Ehefrau. Die seelenvollen Briefe zwischen beiden, in denen die noch Getrennten all ihre Hoffnungen und Erwartungen an eine gemeinsame Zukunft, aber auch die Ahnung einer überaus schwierigen Partnerschaft erkennen lassen – sie beeindrucken als biografische Dokumente ebenso wie als künstlerische Zeugnisse romantischer Empfindsamkeit.
Beide Perspektiven – die auf literarisch überhöhten Selbstreflexionen Schumanns beruhende wie die auf wissenschaftlichen Befunden gründende – bestimmen unseren Versuch einer Annäherung an den Komponisten. So wird der Briefwechsel zwischen Clara und Robert in der Darstellung zweier renommierter Schauspieler, Jutta Lampe und Werner Rehm, zu erleben sein, die in die "Rollen" der stürmisch Verliebten schlüpfen. Zu hören ist der Mitschnitt einer denkwürdigen öffentlichen "RIAS-Abendmusik" vom 7. März 1985, von der Pianistin Babette Hierholzer musikalisch umrahmt.
Aktuelle Erkenntnisse über das tragische Schicksal Schumanns vermittelt eine Sendung über den Aufenthalt des Komponisten in der Endenicher Heilanstalt. Nicht zuletzt soll Robert Schumanns Fortwirken thematisiert werden, wie es sich im Schaffen seines Freundes Brahms, mehr noch in französischer und russischer Musik des 19. Jahrhunderts, aber auch in Werken heutiger Komponisten darstellt.


Themenabend: Robert Schumann zum 150. Todestag
Clara und Robert Schumann – Briefe und Musik
Aufzeichnung einer RIAS-Abendmusik vom 7.3.1985 im Otto-Braun Saal der Staatsbibliothek Berlin

Lesung:
Jutta Lampe ( Clara Wieck )
Werner Rehm ( Robert Schumann)
Musikalische Intermezzi : Babette Hierholzer, Klavier

ca. 21:30 Uhr Nachrichten
anschließend :

"Märtyrer des Schönen"
Robert Schumann in Endenich
Von Georg Beck