Theatertreffen 2027 und 2028 werden ohne Frauenquote stattfinden

    Vor dem Haus der Berliner Festspiele steht ein Schild, das auf das Theatertreffen verweist.
    Von der Ausgabe 2020 bis zur diesjährigen hatte es beim Berliner Theatertreffen immer eine Frauenquote bei der Auswahl der Stücke gegeben. © picture alliance / dpa / Markus Lenhardt
    Bei den Theatertreffen-Ausgaben in den nächsten beiden Jahren, also 2027 und 2028, wird bei der Auswahl der Stücke keine Frauenquote berücksichtigt. Das hat die neu zusammengesetzte Jury, die bereits seit Januar sichtet, nach ausgiebigen Beratungen entschieden. Wie Theatertreffenleiterin Nora Hertlein-Hull bekannt gab, soll die neue Jury aber bei der Sichtung und in ihren Diskussionen eine "differenzierte Betrachtung struktureller Ungleichheiten" vornehmen. Ihre Erkenntnisse wird die Jury dann im Rahmen einer Veranstaltung auch mit der Öffentlichkeit teilen. Die Frauenquote wurde 2020 erstmals umgesetzt und danach von der jeweils amtierenden unabhängigen Jury erneut festgelegt. In diesem Jahr scheiden aus der Jury Sabine Leucht, Martin Pesl und Sascha Westphal aus. Neu dazu kommen Yaël Koutouan, Silvia Stammen und Jakob Hayner.