"The Informant"

"The Informant" handelt von einem Wirtschaftsbetrug im großen Stil und von einem Mann, der jahrelang als Informant für den FBI arbeitete, um nebenbei sein Privatvermögen zu vergrößern.
USA 2009; Regie: Steven Soderbergh, Darsteller: Matt Damon, Scott Bakula, Joel McHale, Mike O'Malley, Andrew Daly, Melanie Lynskey, Frank Welker; Länge: 108 Minuten

Zu Beginn erfreut man sich an dem ungewohnten Look von Matt Damon, der sich für die Rolle des Abteilungsleiters eines Agrar-Konzerns 15 Kilo Speck angefressen hat und noch dazu eine dämliche Brille und eine unerträgliche Fönfrisur trägt. Doch was ist los mit diesem Mann, der wie ein biederer Buchhalter aussieht und von einem Schauplatz zum nächsten reist?

Der beim FBI vorstellig wird, weil er behauptet, dass seine Arbeitgeber in illegale Preisabsprachen verwickelt seien. Der selbst aber eine Panne in der eigenen Abteilung zu vertuschen hat. Es ist unmöglich, die Geschichte dieses Films wiederzugeben, die sich so tatsächlich Anfang der Neunzigerjahre zugetragen hat.

Sie handelt von einem Wirtschaftsbetrug im großen Stil, von einem Mann, der jahrelang als Informant für den FBI arbeitete, um ganz nebenbei sein Privatvermögen zu vergrößern. Man kann diesen Film mit seinen zahlreichen Wendungen langweilig und unlogisch finden.

Man kann aber auch sagen, dass Steven Soderbergh gerade dieses Verwirrspiel reizte, dass er die Absurdität einer Geschäftswelt, deren Mechanismen außer Kontrolle geraten sind, ausstellen wollte. Vielleicht handelt es sich bei seinem Helden, der uns aus dem Off permanent mit den Nichtigkeiten seines Alltags behelligt, um einen Vorboten der heutigen Global Player, die über ihr exzessives Gewinndenken die Weltwirtschaftskrise mit verursacht haben.