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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 09.01.2015

Terror und die FolgenAnschläge auf die Freiheit

Moderation: Axel Rahmlow

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Blumen und Kerzen und Zettel mit der Aufschrift "Je suis Charlie" liegen auf dem Boden. (picture alliance / dpa)
Vor der Französischen Botschaft in Berlin drückten Menschen ihr Mitgefühl aus. (picture alliance / dpa)

Der Terroranschlag auf die Redaktion des französischen Satire-Magazins "Charlie Hebdo" und die Geiselnahme in Paris haben weltweit Entsetzen ausgelöst. Nicht nur in Frankreich fragt man sich, wie sich eine offene Gesellschaft gegen solche Attacken wehren kann.

Bei den Toten, die zu beklagen sind, handelt es sich nicht um Zufallsopfer, wie sonst zumeist bei terroristischen Attacken – in Paris wurden gezielt Journalisten ermordet, die sich in satirischer Form mit Auswüchsen des Islamismus auseinandergesetzt haben. Damit ist diese Bluttat ein vorsätzlicher Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit.

Nicht nur in Frankreich stellen sich nun Fragen: Wie kann sich die offene Gesellschaft wehren gegen solche Attacken auf ihre grundlegenden Werte, über Polizeimaßnahmen hinaus? Was bedeutet die Schreckenstat von Paris für das Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen in Europa? Welchen Profit werden "islamkritische" Parteien und Bewegungen daraus ziehen, vom französischen Front National bis zu AfD und Pegida in Deutschland? Und wie arbeiten Journalisten unter dieser verschärften Bedrohung?

Darüber diskutierten:

Guido Steinberg, Terrorismus-Experte Stiftung Wissenschaft und Politik
Gemma Pörzgen, Vorstandsmitglied Reporter Ohne Grenzen
Ursula Welter, Deutschlandradio-Korrespondentin in Frankreich
Younes Al-Amayra, Islamwissenschaftler, Gründer des Projekts i,Slam

 

Mehr zum Thema:

Frankreich - "Charlie Hebdo"-Attentäter getötet
(Deutschlandfunk, Aktuell, 09.01.2015)

Terrorismus - Mehrere Tote bei Geiselnahmen in Frankreich
(Deutschlandradio Kultur, Aktuell, 09.01.2015)

Anschlag auf Charlie Hebdo - Medien sind Zielscheiben in brüchigen Gesellschaften
(Deutschlandradio Kultur, Kommentar, 08.01.2015)

Publizist Michel Friedman zu Massaker in Paris - "Freiheit heißt auch, daneben zu greifen"
(Deutschlandradio Kultur, Kompressor, 08.01.2015)

Karikaturist zu Anschlag in Paris - "Wir müssen mutig sein"
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 07.01.2015)

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Blick auf den großen viereckigen Tisch mit der Nato-Windrose, an dem die Teilnehmer sitzen.  (Pablo Martinez Monsivais / AP / dpa )

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