Seit 01:00 Uhr Nachrichten

Samstag, 15.12.2018
 
Seit 01:00 Uhr Nachrichten

Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 09.01.2015

Terror und die FolgenAnschläge auf die Freiheit

Moderation: Axel Rahmlow

Podcast abonnieren
Blumen und Kerzen und Zettel mit der Aufschrift "Je suis Charlie" liegen auf dem Boden. (picture alliance / dpa)
Vor der Französischen Botschaft in Berlin drückten Menschen ihr Mitgefühl aus. (picture alliance / dpa)

Der Terroranschlag auf die Redaktion des französischen Satire-Magazins "Charlie Hebdo" und die Geiselnahme in Paris haben weltweit Entsetzen ausgelöst. Nicht nur in Frankreich fragt man sich, wie sich eine offene Gesellschaft gegen solche Attacken wehren kann.

Bei den Toten, die zu beklagen sind, handelt es sich nicht um Zufallsopfer, wie sonst zumeist bei terroristischen Attacken – in Paris wurden gezielt Journalisten ermordet, die sich in satirischer Form mit Auswüchsen des Islamismus auseinandergesetzt haben. Damit ist diese Bluttat ein vorsätzlicher Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit.

Nicht nur in Frankreich stellen sich nun Fragen: Wie kann sich die offene Gesellschaft wehren gegen solche Attacken auf ihre grundlegenden Werte, über Polizeimaßnahmen hinaus? Was bedeutet die Schreckenstat von Paris für das Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen in Europa? Welchen Profit werden "islamkritische" Parteien und Bewegungen daraus ziehen, vom französischen Front National bis zu AfD und Pegida in Deutschland? Und wie arbeiten Journalisten unter dieser verschärften Bedrohung?

Darüber diskutierten:

Guido Steinberg, Terrorismus-Experte Stiftung Wissenschaft und Politik
Gemma Pörzgen, Vorstandsmitglied Reporter Ohne Grenzen
Ursula Welter, Deutschlandradio-Korrespondentin in Frankreich
Younes Al-Amayra, Islamwissenschaftler, Gründer des Projekts i,Slam

 

Mehr zum Thema:

Frankreich - "Charlie Hebdo"-Attentäter getötet
(Deutschlandfunk, Aktuell, 09.01.2015)

Terrorismus - Mehrere Tote bei Geiselnahmen in Frankreich
(Deutschlandradio Kultur, Aktuell, 09.01.2015)

Anschlag auf Charlie Hebdo - Medien sind Zielscheiben in brüchigen Gesellschaften
(Deutschlandradio Kultur, Kommentar, 08.01.2015)

Publizist Michel Friedman zu Massaker in Paris - "Freiheit heißt auch, daneben zu greifen"
(Deutschlandradio Kultur, Kompressor, 08.01.2015)

Karikaturist zu Anschlag in Paris - "Wir müssen mutig sein"
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 07.01.2015)

Wortwechsel

EU zwischen Brexit und Italien-KriseStabile Schieflage
Theresa May und Jean-Claude Juncker halten ihre Hände gegenseitig. Sie lachen herzlich. (AP Photo/Francisco Seco)

Das Tauziehen um die Scheidungsbedingungen beim Austritt der Briten aus der EU hat sich erneut dramatisch zugespitzt. Ein "Exit vom Brexit" ist nicht völlig ausgeschlossen. Gleichzeitig entwickelt sich Italien zu einem weiteren Problem.Mehr

Fördern ohne Fordern Alternativen zu Hartz IV
Illustration: Menschen stehen an, um mit einem Mann zu sprechen, der an einem Schreibtisch sitzt.  (imago stock&people)

Kaum eine politische Reform wird so heiß diskutiert wie Hartz IV. SPD und Grüne überbieten sich mit Vorschlägen, die Grundsicherung zu ersetzen. Aber sind dies wirklich Alternativen? Oder ist die Zeit reif für ein bedingungsloses Grundeinkommen? Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur