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Zeitfragen | Beitrag vom 03.09.2018

Telemedizin in der SchweizVideochat statt Wartezimmer

Von Dietrich Karl Mäurer

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Samrtphone mit der Medizin-App eedoctors. (Dietrich Karl Mäurer)
Immer mehr Schweizer sparen sich dank der App eedoctors den Gang in die Arztpraxis. (Dietrich Karl Mäurer)

Übers Smartphone einfach direkt den Arzt kontaktieren – und sich die Rezepte dann aufs Handy schicken lassen. In der Schweiz ist das längst Realität. Das spart Kosten, den Weg zur Arztpraxis und die Zeit im Wartezimmer.

Eine ärztliche Konsultation per Video-Chat dauert mit der App eedoctors durchschnittlich 13 Minuten. Danach schickt der Arzt dem Patienten einen Arztbericht und falls es die Diagnose nötig macht, ein Rezept für Medikamente, direkt aufs Handy.

Die Video-Konsultationen per Handy sind – genauso wie die in der Schweiz schon seit Jahren angebotene telefonische Beratung – billiger als herkömmliche Arztbesuche. Daher belohnen die Krankenversicherungen die Inanspruchnahme der Dienste mit niedrigeren Beiträgen. Versicherte sparen bis zu zwanzig Prozent, wenn sie im Krankheitsfalle zunächst einen Telemediziner kontaktieren.

2016 hatten 13 Prozent der Schweizer ein solches Modell gewählt. Und es werden ständig mehr. Im Zweifelsfall gehen aber auch Telemediziner kein Risiko ein und überweisen die Patienten an eine Praxis. Die Video-Konsultation noch die Beratung am Telefon werden die persönliche, direkte Sprechstunde also je komplett ersetzen.

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