Teil der finnischen Musikindustrie gegen Israels Teilnahme am ESC

Ein Teil der finnischen Musikindustrie ist gegen die Teilnahme Israels am diesjährigen Eurovision Song Contest. Mehr als 1.400 Vertreterinnen und Vertreter der Musikbranche unterzeichneten laut BBC eine Petition, in der sie darauf drängen, Israel wegen angeblicher Kriegsverbrechen im Gaza-Streifen vom ESC auszuschließen. Falls dies nicht geschehe, solle Finnlands öffentlich-rechtlicher Sender Yle den Beitrag des nordeuropäischen Landes zurückziehen. Der Sender teilte mit, er beobachte, wie sich die Europäische Rundfunkunion (EBU), der Organisator des Wettbewerbs, zu dem Thema positioniere. Musiker werfen Yle vor, mit zweierlei Maß zu messen, da der Sender zu den ersten gehörte, die 2022 einen Ausschluss Russlands vom ESC forderten. Die EBU schloss Russland wegen des Angriffs auf die Ukraine dann von der Teilnahme aus. Der Eurovision Song Contest findet im Mai 2024 im schwedischen Malmö statt.