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Kulturnachrichten

Freitag, 5. September 2014

Taskforce "Schwabinger Kunstfund": Gurlitt hatte noch einen Monet im Koffer

Im Nachlass des umstrittenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt ist nach Angaben der Berliner Taskforce ein weiteres wertvolles Bild gefunden worden

In einem Koffer, den der im Mai gestorbene Gurlitt im Krankenhaus dabei hatte, befand sich ein Landschaftsbild von Claude Monet. Es sei dem Nachlasspfleger am Montag übergeben worden und befinde sich nun mit den anderen Werken aus Gulitts Sammlung in einem Depot. Die Kunstfund" werde das Bild daraufhin prüfen, ob es sich um Nazi-Raubkunst handelt. Nach erster Sichtung des Monet-Werkverzeichnisses könnte das Werk um 1864 entstanden sein. Es weist nach Angaben der Experten vom Motiv her große Ähnlichkeit mit dem Bildnis "Vue de Sainte-Adresse" auf.

Rücktritt von Franz Welser-Möst als Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper

Er werde keine der 34 in diesem Jahr geplanten Produktionen dirigieren oder sonst an ihnen teilnehmen, teilte er in einem am Freitag veröffentlichten Brief mit

Interne künstlerische Differenzen hätten ihn zum Rücktritt mit sofortiger Wirkung veranlasst. Für den Schritt machte er unterschiedliche Auffassungen über künstlerische Aspekte mit Operndirektor Dominique Meyer verantwortlich. Diese hätten auch bei verschiedenen Treffen nicht ausgeräumt werden können. Sein Vertrag lief bis 2018. Welser-Möst ist auch Musikdirektor des Cleveland Orchesters. Die Wiener Staatsoper gilt als eines der führenden Opernhäuser weltweit.

Gedenkfeier für Frank Schirrmacher in Frankfurter Paulskirche

Knapp drei Monate nach dem Tod Schirrmachers gedenken die Stadt Frankfurt und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" noch einmal des verstorbenen Publizisten.

Bei der Gedenkfeier für den FAZ-Herausgeber heute in der Frankfurter Paulskirche sprechen unter anderem der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der Präsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann. Auch Bundespräsident Joachim Gauck wird erwartet. Schirrmacher war am 12. Juni im Alter von 54 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben.

Unbekannte Gedichte von Siegfried Lenz gefunden

Im Privatarchiv des Schriftstellers sind laut einem Bericht des "Flensburger Tageblatts" rund 80 bisher unbekannte Gedichte gefunden worden

Bisher sei nicht bekannt gewesen, dass Lenz lyrisch gearbeitet habe, sagte Günter Berg, Vorstand der Siegfried Lenz Stiftung. Die Gedichte seien nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen 1947 und 1949 entstanden. Lenz setze sich darin mit seinen Kriegserlebnissen, aber auch mit dem schwierigen Übergang in ein normales bürgerliches Leben im Nachkriegsdeutschland auseinander. Ob die Gedichte veröffentlicht werden, sei noch nicht entschieden. Der 88 Jahre alte Lenz hatte im Juni in Hamburg die gemeinnützige Siegfried-Lenz-Stiftung ins Leben gerufen, die sein Werk wissenschaftlich aufarbeiten soll. Das persönliche Archiv des Schriftstellers soll an das Deutsche Literaturarchiv in Marbach gehen.

Beethovenfest 2014: "Götterfunken" sollen sprühen

Vier Wochen lang steht die Stadt Bonn im Zeichen ihres großen Sohnes

Unter dem Motto "Götterfunken" bietet das Beethovenfest 2014 ab Samstag bis zum 3.
Oktober 60 Veranstaltungen. Im Rahmenprogramm stehen mehr als 60 Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Tagungen und Filmvorführungen zur Auswahl. Zum Eröffnungskonzert am Samstagabend spielt das London Symphony Orchestra unter Sir John Eliot Gardiner Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann. Zum vierten Mal seit der Neugründung des Festes werden alle neun Symphonien Beethovens erklingen. Es ist das erste Beethovenfest unter der Leitung der neuen Intendantin Nike Wagner. Bis auf zwei Programmpunkte zur Eröffnung und zum Abschluss geht das Programm jedoch auf ihre Vorgängerin Ilona Schmiel zurück.

Reich-Ranickis Nachlassverwalter plant Werkausgabe

Ein Sammelband mit Kritiken von Marcel Reich-Ranicki wird in der nächsten Woche vorgestellt.

Laut Nachlassverwalter Thomas Anz enthält das Buch Essays Reich-Ranickis von der Literatur des Mittelalters bis zur Gegenwart und soll sich an eine größere Öffentlichkeit richten. Ziel bleibe aber eine große Werkausgabe wie bei anderen großen deutschen Kritikern wie Alfred Kerr oder Alfred Polgar. Thomas Anz will auch die frühen polnischen Schriften Reich-Ranickis ins Deutsche übersetzen lassen.
Marcel Reich-Ranicki starb am 18. September 2013

Deutscher Design-Preis geht an DDR Designer Karl Clauss Dietel

Der 79-Jährige erhält am 25. September in Berlin den Ehrenpreis für sein Lebenswerk

Mit dem Erfinder des legendären "Wartburg 353", wird erstmals ein Designer der DDR mit einem gesamtdeutschen Staatspreis ausgezeichnet, hieß es. Dietel, der heute in Chemnitz lebt, gilt als einer der führenden Formgestalter der DDR. Schon in seiner Diplomarbeit legte er den Grundentwurf für den beliebten Mittelklassewagen "Wartburg 353" vor. Später zeichnete er etwa für das Aussehen der Schreibmaschinen Robotron und Erika verantwortlich. Eine von ihm vorgeschlagene Weiterentwicklung des Trabant wurde nicht umgesetzt. Der Designpreis wird seit 1969 vom Bundeswirtschaftsministerium verliehen.

Hermann Kesten-Preis für Snowden-Anwalt Wolfgang Kaleck

Kaleck erhält die Auszeichnung vom deutschen PEN-Zentrum für sein Engagement für die Opfer staatlicher Gewalt, etwa in Argentinien, Tschetschenien, Pakistan und im Irak.

Aktuell ist Kaleck Rechtsbeistand des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden in Deutschland. Der Preis wird im November in Darmstadt überreicht.

Berliner Pergamonaltar ab Ende September nicht mehr zu sehen

Im Endspurt vor der geplanten Sanierung des Museums verlängert das Haus seine Öffnungszeiten

Von diesem Wochenende an ist das Museum vier Wochen lang neben dem Donnerstag zusätzlich auch freitags und samstags zwei Stunden länger geöffnet. Letzter Besuchstag für den Pergamonaltar ist Sonntag, der 28. September. Der Südflügel des Hauses mit dem Markttor von Milet, der Mschatta-Fassade und dem Ischtar-Tor bleibt geöffnet.

Kinderbuch-Reihe gewinnt Preis der Stiftung Buchkunst

Der Preis der Stiftung Buchkunst geht in diesem Jahr an die Kinderbuch-Reihe "Forschen, Bauen, Staunen von A-Z"

Die Auszeichnung wurde am Donnerstag in Frankfurt verliehen. Die 26-teilige Bücherreihe des Beltz & Gelberg Verlags stellt Kindern Themen und alltägliche Phänomene vor und regt an, diese näher kennen zu lernen. Unter dem jeweiligen Buchstaben gibt es dazu Bilder und kurze Bastelanleitungen. Die Stiftung Buchkunst prämiert jedes Jahr 25 Bücher aus verschiedenen Kategorien und wählt daraus das schönste deutsche Buch des Jahres.

Christoph Eschenbach erhält Rheingau-Musik-Preis

Jury würdigt das Lebenswerk des Dirigenten und Pianisten

Eschenbach sei ein musikalischer Visionär, ein "unermüdlich Suchender", sagte Rolf Beck, der ehemalige Intendant des Schleswig-Holstein Musikfestivals. "Von Anfang an hat mich die Musik gefangen genommen, sie hat mein Leben gerettet", sagte Eschenbach in seiner Dankesrede. Nur um der Musik willen habe er als kleiner Junge eine schwere Krankheit überlebt. Er engagiert sich auch für den musikalischen Nachwuchs. Ihm liege daran, jungen Künstlern zu helfen, "das Risikohafte in der Musik lebendig zu machen". Der Preis wurde vom Rheingau-Musik-Festival ins Leben gerufen, das Geld wird vom hessischen Kunstministerium gestiftet.

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