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Interview / Archiv | Beitrag vom 16.06.2018

Tag der offenen Gesellschaft Einladung an Tafeln der Vielfalt

Andreas Wilkens im Gespräch mit Ute Welty

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Eine Gruppe von Freunden essen und trinken gemeinsam (imago stock&people)
Einladung an Freunde und Nachbarn zum Gespräch über die offene Gesellschaft und deren Erhalt (imago stock&people)

Mit Nachbarn, Freunden und Fremden zusammen essen, trinken, diskutieren, an langen Tafeln mitten auf der Straße, dazu lädt heute die Initiative "Tag der offenen Gesellschaft" von Andreas Wilkens bundesweit ein.

Am heutigen "Tag der offenen Gesellschaft" sollen sich diejenigen versammeln, die sich für Vielfalt einsetzen. Es sollte eine Tafel sein, zu der ein Gastgeber Freunde und Nachbarn einlädt, um sich darüber zu unterhalten, was Deutschland ausmacht, sagte der Initiator Andreas Wilkens im Deutschlandfunk Kultur: "Es gibt eben auch etwas zu feiern, dass war uns wichtig."

Schon allein die Ereignisse der vergangenen Woche hätten gezeigt, dass die offene Gesellschaft unter Druck geraten sei. US-Präsident Donald Trump bekämpfe sie, aber auch in EU-Staaten wie Ungarn und Polen seien besorgniserregende Entwicklungen zu beobachten: "Was man jetzt gerade in Bayern sieht, da ist der offene Wettstreit darüber ausgebrochen, wer der nächste deutsche Trump wird."

Passivität als Gefahr

Die größte Gefahr für die offene Gesellschaft sei, dass sie zu wenig Freunde habe und sich zu wenig Leute dafür engagierten, sagte Wilkens. Die Feinde einer offenen Gesellschaft könnten deshalb gewinnen, weil die Anderen oft zu passiv blieben. Das beobachte er auch im eigenen Bekanntenkreis.

Mit dem "Tag der offenen Gesellschaft" will Wilkens dagegen wirken: "Wir machen jetzt eine Initiative und zeigen, dass es eine Mehrheit für eine offene, liberale, vielfältige Gesellschaft gibt und das die am Rande so laut sind eben doch nur eine Minderheit sind."   

Interview

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