Studie: Ruhm senkt Lebenserwartung von Musikern

Amy Winehouse, Kurt Cobain und Jimi Hendrix - sie alle gehören zum so genannten "Club27", der aus berühmten Musikern besteht, die im Alter von 27 Jahren gestorben sind. Eine neue Studie hat nun ergeben, dass Ruhm das Leben von Musikschaffenden um ebenso viele Jahre verkürzen kann wie gelegentliches Rauchen - nämlich um 4,6 Jahre. Das berichtet die BBC und beruft sich auf eine Studie der Universität Witten Herdecke. Für die Studie ordneten die Forschenden jedem berühmten Sänger einen weniger bekannten zu, wobei andere Merkmale wie Geschlecht, Nationalität und Musikgenre gleich blieben. Sie fanden heraus, dass berühmte Sänger ein Durchschnittsalter von 75 Jahren erreichten, während weniger berühmte 79 Jahre alt wurden. Die Studie ergab auch, dass Solokünstler ein höheres Sterberisiko hatten als Sänger, die sich für "emotionale und praktische Unterstützung" an ihre Bandmitglieder wenden konnten. Der Verlust der Privatsphäre, intensive öffentliche Aufmerksamkeit und Leistungsdruck werden als mögliche Faktoren genannt, ein eindeutiger Zusammenhang bestehe jedoch nicht, so die Forschenden.