Studie: Der Gender Pay Gap bleibt in der Kulturbranche groß

    In den Symbolen fuer männlich und weiblich stehen verschieden grosse Geldstapel.
    Männer verdienen mehr, in der freien Kulturbranche ist der Abstand zu den Frauen besonders groß. © picture alliance/dpa/Sascha Steinach
    Der sogenannte Gender Pay Gap, also die unterschiedliche Bezahlung von Männern und Frauen, bleibt in den freien künstlerischen Berufen mit 25 Prozent hoch - branchenübergreifend liegt er nur bei 16 Prozent. Das geht aus einer Studie der Gewerkschaft Verdi hervor, die dafür Daten der Künstlersozialkasse ausgewertet hat. Die Zahlen wurden nicht bereinigt, also strukturelle Ursachen wie beispielsweise Care-Arbeit wie etwa Kinderbetreuung, Altenpflege oder Haushaltstätigkeiten wurden nicht herausgerechnet. Noch um einen Prozentpunkt gestiegen ist der Gender Pay Gap unter Solo-Selbstständigen in der Musikbranche, wo er jetzt bei 27 Prozent liegt. Gründe für die Unterschiede sieht die Untersuchung in der durch Kürzungen gestiegenen Konkurrenz und einer fehlenden Transparenz bei den Honoraren. Bessern würde sich die Lage der Gewerkschaft zufolge, wenn es auch in der Freien Szene feste Honorarstandards gebe. Am schlechtesten schneidet in der Untersuchung übrigens die Berufsgruppe Darstellende Kunst und Film mit einem Gender Pay Gap von 33 Prozent ab. Die geringste Einkommenlücke gibt es bei den Tänzerinnen und Tänzern. Hier macht der Unterschied im Jahr nur 69 Euro aus.