Strengere Löschpflichten bei Missbrauch von Medien-Marken für Fake-News gefordert

Der Medienrechtler Frederik Ferreau fordert bei Desinformationskampagnen strengere Löschpflichten für Online-Plattformen. Dabei geht es besonders um den Missbrauch von Medien-Marken bei Fake-News. Laut Ferreau sollten Medien hier aufgrund ihrer Bedeutung für den Meinungsbildungsprozess einen besonderen Schutz genießen. Eine solche Privilegierung ist seiner Meinung nach im European Media Freedom Act angelegt und kann daraus abgeleitet werden. Von einer Desinformationskampagne sind derzeit Medien wie "Stern", "Spiegel TV", "Frankfurter Allgemeine Zeitung" oder auch der Mitteldeutsche Rundfunk betroffen. Nach Einschätzung von Fachleuten ist die Kampagne mutmaßlich aus Russland gesteuert und soll unter anderem die öffentliche Meinung vor den Wahlen in mehreren Bundesländern manipulieren.