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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 04.09.2020

Streit um Gas und GrenzenDroht ein Krieg in der Ägäis?

Moderation: Annette Riedel

Türkische Kriegsschiffe eskortieren das türkische Schiff Oruc Reis. (picture alliance / AA / abaca / Turkish Ministry of National Defense)
Eskortiert von türkischen Kriegsschiffen im August 2020 soll die Oruc Reis im östlichen Mittelmeer nach Erdgasvorkommen suchen. (picture alliance / AA / abaca / Turkish Ministry of National Defense)

Der Konflikt ist jahrzehntealt, nun droht er zu eskalieren: Im östlichen Mittelmeer sucht die Türkei in Seegebieten nach Erdgas, die von Griechenland beansprucht werden – einige Politiker fordern neue Grenzen. Wie wird sich Deutschland, wie Europa verhalten?

Im Konflikt in der Ägäis rüsten die beiden Nato-Partner auf und lassen ihre Säbel rasseln: Die Türkei hat Kriegsschiffe entsandt, die vor Zypern operieren. Politiker stellen die Zugehörigkeit von Inseln wie Rhodos oder Kos zu Griechenland in Frage. Die Türkei stockt ihre Flotte auf. Und auch Griechenland will sich besser bewaffnen.

Türkei droht mit Eskalation

Wer sich in der Frage der Souveränität über von der Türkei beanspruchte Gebiete gegen das Land stellt, riskiere einen Krieg, ließ Präsident Recep Tayyip Erdogan wissen. Dass er sich damit international noch weiter isolieren würde, als er es bereits mit der militärischen Intervention in Syrien getan hat, scheint Erdogan in Kauf zu nehmen.

Griechenland fordert die Solidarität Europas

Griechenland kontert: Man werde seine Souveränität zu schützen wissen, heißt es aus Athen.

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Wie wird sich Deutschland, wie Europa verhalten? Droht nun ein Krieg? Längst geht es nicht mehr nur ums Gas - das ohnehin nur einen begrenzten ökonomischen Nutzen verspricht. Es geht um Großmachtträume mancher türkischer Politiker - und um die Glaubwürdigkeit Europas.

Darüber diskutieren:

Özlem Demirel, Abgeordnete der Linkspartei im Europaparlament
Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag
Alexander Kritikos, Ökonom beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und Griechenlandexperte

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