Streit um Buchhandlungspreis: Börsenverein schlägt Gutachten vor

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels schlägt zur Klärung von Details rund um den Ausschluss von drei linken Läden vom Buchhandlungspreis ein unabhängiges Gutachten vor. Der Vorsteher des Börsenvereins, Sebastian Guggolz, äußerte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" allerdings den Verdacht, dass der Kulturstaatsminister entgegen seiner Aussage schon über die konkreten Erkenntnisse des Verfassungsschutzes informiert wurde - und dass diese "wahrscheinlich einfach so schwach sind, dass seine ganze Argumentation bröckeln würde". Wenn in der Mitteilung "wirkliche gravierende Sachen drin wären, hätte er das schon längst veröffentlicht", meinte Guggolz. Er wiederholte auch die Forderung, dass der Ausschluss der drei Buchläden rückgängig gemacht wird. Auf der Leipziger Buchmesse wurde der Kulturstaatsminister wegen seines Vorgehens ausgebuht. Die Linken-Fraktion beantragte eine Aktuelle Stunde im Bundestag zu den Vorgängen. Sie trägt den Titel: "Kunst-, Kultur- und Meinungsfreiheit verteidigen – Einschränkungen durch den Beauftragten für Kultur und Medien beenden".