Streit über Russlands Teilnahme an Kunstbiennale in Venedig geht weiter.

Der Streit über Russlands Teilnahme an der Kunstbiennale in Venedig in diesem Jahr geht weiter. Wie die österreichische Zeitung "Der Standard" berichtet, hat die EU-Kommission ein Verfahren eingeleitet, um die Biennale-Stiftung von der Wiederzulassung Russlands abzuhalten. Andernfalls drohe ein Verlust von rund zwei Millionen Euro bis 2028. In einem Schreiben an die Stiftung heißt es, der Rückzug müsse innerhalb von 30 Tagen geschehen. Die Biennale erklärte, man habe nach geltenden nationalen und internationalen Vorschriften gehandelt und keine Regel verletzt. Das werde man noch einmal darlegen. Aus der italienischen Politik gibt es Kritik am Vorgehen der EU. Vertreter der Lega und der Fünf-Sterne-Bewegung werfen Brüssel eine unzulässige Einmischung in die Autonomie einer Kultureinrichtung vor. Die Kunstbiennale von Venedig ist eine der wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 wird Russland wieder seinen Pavillon bespielen.