Streit in Rostock um Denkmalschutz für altes Volkstheater

Zwischen der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und der Hansestadt Rostock gibt es Streit um das alte Volkstheater. Die Stadt will den DDR-Bau aus den 1970er Jahren abreißen und dort Wohnungen bauen. Das Theater soll einen Neubau bekommen, die Arbeiten haben bereits begonnen. Nun hat das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege aber Teile des Gebäudes unter Denkmalschutz gestellt - sehr zum Ärger der Stadtverwaltung. Ein Mitglied der Rostocker Bürgerschaft forderte das Land auf, die Denkmalschutz-Entscheidung zu korrigieren oder die finanziellen Folgen zu übernehmen. Für das Kulturministerium in Schwerin sind aber nur fachliche Kriterien entscheidend für den Denkmalwert. Zur Begründung heißt es, die zwischen 1975 und 1978 entstandene Erweiterung des Volkstheaters Rostock verbindet eine geometrisch-moderne Formensprache mit lokalen Bezügen – von der Rostocker Seefahrt über die Industriegeschichte der Kröpeliner-Tor-Vorstadt bis zur regionalen Backsteintradition.