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Konzert / Archiv | Beitrag vom 06.05.2021

Strawinsky-Festival des RSBTanz in den Mai

Moderation: Stefan Lang

Festlich gekleidete, junge Menschen tanzen wirbelnd vor einer Schlosskulisse auf einem Rasen zwischen blühenden Büschen. (IMAGO / Photo12 / ArchivesxSnark)
Moritz von Schwind hielt um 1850 den Tanz in den Mai in einem Ölgemälde fest. (IMAGO / Photo12 / ArchivesxSnark)

Tanzmusik fürs große Orchester spielt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: von barocken Tänzen des Franzosen Rebel über Wiener Ballunterhaltung von Mozart, neoklassizistische Unterhaltung von Strawinsky bis hin zur frechen Ballettkomödie eines Richard Strauss.

Gehobene Tanzmusik-Klänge präsentiert heute das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Vladimir Jurowksi. Dieser Tanz in den Mai ist ein exklusiver Radioreigen für Deutschlandfunk Kultur.

An diesem zweiten Abend des Strawisnky-Festivals des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin stellt Vladimir Jurowski die neoklassizistische Ader des Komponisten vor.

"Alte Musik" - damit konnte Strawinsky lange nichts anfangen - bis er in der Schweiz dem Dirigenten Ernest Ansermet begegnete. Der entflammte Strawinsky nicht nur fürs Dirigieren, vor allem der eigenen Werke, sondern auch für die Werke jener Komponisten, die in der Zeit des Barock wirkten.

Faszination fürs Alte

Mehr und mehr verstand Strawinsky, sich diese Werke anzueignen und die eigenen in diese Richtung zu orientieren. Damit wurde er zu einem wichtigen Vertreter des Neoklassizismus: Werke, die die Aura der Alten Musik in sich trugen und doch mit neuer Rhythmik und mit Collagetechniken in das Hier und Jetzt geholt wurden. 

Igor Strawinski im höheren Alter sitzt an seinem heimischen Flügel und schaut direkt in die Kamera. (IMAGO / Mary Evans)Igor Strawinski komponierte immer am Klavier und setzte sich auch selbst ans Instrument bei Ballettproben. (IMAGO / Mary Evans)

Und so entstanden auch seine Danses concertantes für Kammerorchester - ein Auftragswerk für ein kleineres, amerikanisches Orchester.

Tanz durch die Jahrhunderte

Diese fügen sich prächtig zwischen französischem Barock von Rebel, dem pseudoitalienischem Rokoko von Mozart und der gutmütig-frechen Molière-Parodie von Richard Strauss. Allesamt Meisterwerke der feinen tänzerischen Art.

Radiokonzert – live aus dem Sendesaal im Haus des Rundfunks in der Masurenallee

Jean-Férry Rebel
"Les Caractères de la danse" – 14 Französische Tänze für Flöte, zwei Oboen, Streicher und Basso continuo

Wolfgang Amadeus Mozart
Drei deutsche Tänze KV 605

Richard Strauss
"Der Bürger als Edelmann" – Orchestersuite op. 60

Igor Strawinsky
Danses concertantes für Kammerorchester

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Vladimir Jurowski

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(Deutschlandfunk Kultur, Tonart, 01.04.2021)

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