Stiftung Preußischer Kulturbesitz will Schädel an Westafrika zurückgeben

    Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Schild mit Logo am Eingang der Hauptverwaltung in Berlin Tiergarten
    Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Schild mit Logo am Eingang der Hauptverwaltung in Berlin Tiergarten © imago images / Dirk Sattler /
    Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin will knapp 600 menschliche Schädel an westafrikanische Länder zurückgeben. Wie die Stiftung mitteilte, kommen die Schädel aus ehemaligen deutschen Kolonien. Ein Großteil stamme von Arbeitern, die beim Eisenbahnbau in Kamerun gestorben seien, in vereinzelten Fälle auch durch Hinrichtungen durch Deutsche. Auch aus den heutigen Staaten Togo, Ghana und Nigeria befänden sich Schädel im Besitz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Die Erforschung ihrer Herkunft bezeichnete die Stiftung als Verpflichtung und zentrales Anliegen. Die untersuchten menschlichen Überreste gehören zu einer Sammlung von rund 7.700 Schädeln, die die Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2011 von der Berliner Charité übernahm. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stiftung hat gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Togo und Kamerun die Herkunft vieler Schädel untersucht.