Stiftung Händel-Haus lässt Instrumente aus Sammlung auf Herkunft überprüfen

Die Stiftung Händel-Haus lässt bei mehr als 200 Instrumenten aus ihrer Sammlung die Herkunft überprüfen. Wie die Stiftung in Halle mitteilte, will sie so mögliche Fälle von unrechtmäßiger Enteignung während des Nationalsozialismus aufdecken. In einem ersten Schritt stehen den Angaben zufolge 133 Instrumente im Fokus. Sie wurden laut Stiftung von einem Auktionshaus und einem Musikalienhändler angekauft, die mit dem Handel von entzogenem Kulturgut während der NS-Verfolgungen in Verbindung gebracht werden. Danach sollen rund 90 weitere Instrumente unter die Lupe genommen werden. Zur Überprüfung der Herkunft sind demnach neben historischen Dokumenten auch Gravuren oder Verzierungen auf den Objekten selbst wichtig. Insgesamt umfasst die Sammlung im Geburtshaus des Barockmusikers Georg Friedrich Händel demnach mehr als 700 Instrumente. Das auf ein Jahr angelegte Projekt wird vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste gefördert.