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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 14.11.2016

Steigende Relevanz von ElternblogsMehr als "Backe, backe Kuchen"

Von Ulrike Jährling und Timo Grampes

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Eine Frau liegt am 10.6.2010 in ihrer Wohnung auf dem Bett und schaut auf einen Computerbildschirm, während ihre acht Monate alte Tochter daneben liegt und zuschaut. (picture-alliance / dpa / Andreas Gebert)
Die meisten Elternblogger sind weiblich, bloggende Väter sind eher die Ausnahme. (picture-alliance / dpa / Andreas Gebert)

Basteln, Ausflüge und Kochen: Bloggende Eltern beschränken sich längst nicht mehr auf ihre klassischen Lieblingsthemen. Die Beiträge der über 2000 registrierten Elternblogger behandeln auch Inklusion, Arbeiten mit Kind oder Geschlechterrollen.

Rezepte für schnellen Käsekuchen? Elternblogs können mehr! Mit Verve bloggt eine alleinerziehende arbeitende Mutter und stellt Forderungen an die Politik. Selbstbewusst schreibt ein Vater über seine zwei Töchter, die drei Mütter haben. Viele Elternblogs verhandeln gesellschaftliche Realitäten, für die es noch keine politischen Antworten gibt.

Ungefähr 2000 registrierte Elternblogger tummeln sich im Netz. Fast alle sind weiblich, bloggende Väter sind eher die Ausnahme. Längst ist die Bloggerszene vernetzt, und in den Kommentarfunktionen lebt der gesellschaftliche Diskurs. Wer wie bloggt und wer die Blogs liest, welche Kraft Elternblogs entfalten können und inwiefern sie auch politisch relevant sind, haben Ulrike Jährling und Timo Grampes recherchiert.

kaiserinnenreich.de
Hier bloggt Mareice Kaiser, zweifache Mutter. Die ältere Tochter, die in ihrem Blog nur "Kaiserin 1" genannt wird, ist mit einer Behinderung zur Welt gekommen - sie starb im Alter von vier Jahren.

mama-arbeitet.de
Der Name des Blogs ist Programm. Christine Finke ist alleinerziehend mit drei Kindern.

jochenkoenig.net
Jochen König ist einer der seltenen bloggenden Väter, der aber selbst in der typischen Mutter-Rolle steckt.

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