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Thema / Archiv | Beitrag vom 06.04.2006

Sprachexperte: Migranten-Slang breitet sich in Deutschland aus

Soziale Orientierung an der Sprache ablesbar

Wenn sie eine gewisse Verbreitung erreicht haben, landen neue Wörter irgendwann im Duden. (AP)
Wenn sie eine gewisse Verbreitung erreicht haben, landen neue Wörter irgendwann im Duden. (AP)

Der Hannoveraner Sprachwissenschaftler Jannis Androutsopoulos ist überzeugt, dass die Sprache der Migranten, die so genannte "Kanak-Sprak", langfristig auf die deutsche Sprache Einfluss nehmen wird.

Früher seien auch englische Vokabeln in den deutschen Wortschatz aufgenommen worden, sagte er. Genauso sei zu erwarten, dass türkische und arabische Ausdrücke künftig in die deutsche Umgangssprache gelangten. "Es wird kaum verwunderlich sein, wenn wir in ein paar Jahren hier statt 'okay' dann auch 'tamam' sagen", so der Sprachwissenschaftler.

Am sprachlichen Repertoire sowohl bei deutschen Jugendlichen als auch bei jungen Migranten sei die soziale Orientierung genau ablesbar. Je mehr Ethnolekt gesprochen werde, desto mehr sei der Jugendliche Ghetto-orientiert. Wer eine höhere Schulbildung anstrebe, der vermeide den Slang von Migranten.

Das vollständige Interview können Sie für begrenzte Zeit in unserem AudioOnDemand-Player nachhören.

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