SPK-Präsidentin Ackermann sieht Kultur gegen autoritäre Tendenzen gewappnet

Die Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Marion Ackermann, sieht die Kultureinrichtungen in Deutschland gut gegen autoritäre Tendenzen gewappnet. Das föderale System sorge dafür, dass Erfolge von Rechtsextremisten oder Rechtspopulisten in einem Bundesland nicht auf die Kulturpolitik in ganz Deutschland durchschlagen, sagte Ackermann dem Evangelischen Pressedienst. Ackermann forderte Kultureinrichtungen auf, sich über ihr Selbstverständnis klar zu werden. Zweck, Ziele und öffentlichen Auftrag eines Hauses festzuhalten, stärke die Widerständigkeit gegenüber autoritären Angriffen. Leider würden jedoch Fälle häufiger, bei denen Beschäftigte von Kultureinrichtungen unmittelbar angefeindet und politisch angegangen würden. Es sei eine wichtige Aufgabe, diese zu stärken und vor solchen Zermürbungen zu schützen. Mit Blick auf die Lage in den USA sagte Ackermann: „Da sind wir noch weit, weit davon entfernt.“