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Sein und Streit | Beitrag vom 28.10.2018

Soziologe Dirk BaeckerÜber die vierte Medienrevolution

Moderation: René Aguigah

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Eine gezeichnete Comicblase zeigt das wort "Boom" (imago/Jacquie Boyd)
Vollendung der Moderne oder ihr Untergang? Was passiert, wenn die digitale Revolution die Öffentlichkeit plötzlich aufsprengt? (imago/Jacquie Boyd)

4.0 – ist die Chiffre für die jüngste Medienrevolution: die Digitalisierung. Zu Beginn einer Revolution sind ihre Folgen noch nicht absehbar. Wir wollen trotzdem anfangen, zu verstehen: Was bedeuten die neuen Medien für die alte Öffentlichkeit?

Es war einmal ein Zeitalter, in dem Bürger Zeitungen lasen und die demokratische Öffentlichkeit als "Vierte Gewalt" Parlament, Regierung und Recht kontrollierte. Nicht ausgeschlossen, dass die jüngste Medienrevolution diese kommunikative Grundstruktur bald Geschichte werden lässt. Aber was macht die Digitalisierung überhaupt zu einer "Revolution"? Und welche medialen Zäsuren gingen ihr voraus? Nicht nur darüber sprechen wir mit dem Soziologen Dirk Baecker. Fraglich ist auch, wie die neuen Kommunikationsformen eigentlich auf ihre Inhalte wirken – verändern sie zum Beispiel den gesellschaftlichen Umgang mit "Wahrheit"? Kann man heute noch von "Öffentlichkeit" im Singular sprechen, und wenn nicht, wie könnte dann die "Vierte Gewalt" der Zukunft aussehen?

Philosophischer Kommentar zur Brasilien-Wahl

Recht wahrscheinlich, dass der nächste Präsident Brasiliens Jair Bolsonaro heißt - mit dem rechten Hardliner steht nicht nur die brasilianische Demokratie auf dem Spiel. Bolsonaro deckt auch ein Grundproblem der Moderne auf, meint Wolfram Eilenberger: das Verhältnis von Ordnung und Fortschritt. Passen diese beiden Größen zusammen, so wie es das Motto der brasilianischen Flagge "Ordem e Progresso" will, oder aber schließen sie einander aus?

Flaschenpost: Marx und der Gang der Geschichte

"Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, sondern unter gegebenen und überlieferten Umständen" – dieses Zitat von Karl Marx spült uns die philosophische Flaschenpost an Land. Die Philosophin Eva von Redecker erzählt seine Geschichte und deutet seine Aktualität.

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