"Sondervermögen" ist das Unwort des Jahres 2025

Das Unwort des Jahres lautet "Sondervermögen". Das teilte die Jury der sprachkritischen Aktion am Dienstag in Marburg mit. Die Sprachexperten und -expertinnen kritisierten den Begriff, weil er Fakten verschleiere und manipulativ wirke. Der Ausdruck habe 2025 die politischen Debatten über Staatsverschuldung geprägt. Dessen Gebrauch in der öffentlichen Kommunikation verdecke, was mit ihm gemeint sei: Die Aufnahme von Schulden. Auf den zweiten Platz wählte die Jury das Wort "Zustrombegrenzungsgesetz". In den vergangenen Monaten waren mehr als 2.000 Vorschläge eingegangen. Die Jury wählte unabhängig von der Zahl der Einsendungen den aus ihrer Sicht prägnantesten Begriff aus. Mit der Aktion wollen die Initiatoren auf unangemessene und menschenverachtende Sprache aufmerksam machen. Vor einem Jahr fiel die Wahl auf das Wort "biodeutsch", weil der Begriff in rassistischer und nationalistischer Weise gebraucht werde. Die Aktion läuft seit 1991. Das erste Unwort des Jahres lautete damals "ausländerfrei".