Sondengänger findet größten römischen Münzschatz auf deutschem Boden

    Viele silberfarbene römische Münzen auf weißem Untergrund
    Der römische Münzschatz wird jetzt im LVR-Landesmuseum in Bonn gezeigt © picture alliance / dpa / Rolf Vennenbernd
    Auf einem Acker in Wesseling bei Köln hat ein Sondengänger den größten römischen Münzschatz hierzulande entdeckt. Der Fund umfasst 934 römische Denare aus Silber. Die älteste Münze wurde im Jahr 148 vor Christus geprägt, wie das Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland mitteilte. Das jüngste Geldstück stammt den Angaben zufolge aus den Jahren Jahr 124/125 nach Christus; der Schatzfund wurde also offenbar in der Zeit des Kaisers Hadrian vergraben. Amtsleiter Erich Claßen vermutet eine Verbindung des Münzschatzes zu einem nahegelegenen römischen Landsitz. Claßen betonte auch, dass sich der Finder im Herbst 2025 vorbildlich verhalten hatte. Anders als viele andere, wie der Vorsitzende des West- und Süddeutschen Verbands für Altertumsforschung, Simon Matzerath, erklärte. Ihm zufolge gibt es in Deutschland schätzungsweise Zehntausende illegale Sondengänger, die das Kulturerbe im Boden systematisch plündern. Matzerath geht davon aus, dass Hunderte ähnliche Funde privat gehoben und illegal verkauft wurden.