Seit 09:05 Uhr Im Gespräch
Dienstag, 11.05.2021
 
Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Interview / Archiv | Beitrag vom 26.07.2012

Solar-Initiative fordert zügiges Vorgehen der EU gegen chinesische Billigkonkurrenz

Sprecher Milan Nitzschke: China kann nicht billiger als europäische Firmen produzieren

Sonnenkollektoren auf dem Dach eines Privathauses (picture alliance / dpa / Wolfram Steinberg)
Sonnenkollektoren auf dem Dach eines Privathauses (picture alliance / dpa / Wolfram Steinberg)

Nach Ansicht der Initiative "EU ProSun" ist es höchste Zeit, dass die EU mit Zöllen gegen die Billigkonkurrenz der chinesischen Solarindustrie vorgeht. Deshalb hätten europäische Solarunternehmen Klage eingereicht, sagte "EU ProSun"-Sprecher Milan Nitzschke.

Auf Drohungen aus China dürfe man auf keinen Fall eingehen, forderte Nitzschke. Das Land subventioniere seinen Export. Das führe dazu, dass " diejenigen, die fair am Markt auftreten wollen, keine Chance mehr haben und vom Markt verschwinden". Dabei könne China nicht billiger als europäische Firmen produzieren, sagte Nitzschke, der auch Sprecher der Firma Solarworld ist. In Europa, wo es die "wettbewerbsfähigste Solarindustrie der Welt" gebe, machten etwa die Lohnkosten nur zehn Prozent an den Herstellungskosten insgesamt aus. "Kein sogenanntes Billiglohnland der Welt kann wirklich am Ende billiger produzieren", so Nitzschke.

Der "EU ProSun"-Sprecher betonte dabei auch den Unterschied zu Solarsubventionen in Deutschland. Hier gebe es eine Förderung dafür, dass man Solarstrom produziere – "egal ob mit einem deutschen, einem spanischen oder einem chinesischen Solarstrommodul". Nitzschke forderte, die geltenden Regeln für einen fairen Wettbewerb durchzusetzen: "Das Argument, man darf hier das Handelsrecht nicht anwenden – das ist ungefähr genauso, als würden Sie bei der Tour de France sagen: Dopingkontrollen sind nicht zulässig, die machen ja das Rennen langsamer."

Das vollständige Interview mit Milan Nitzschke können Sie in unserem Audio-on-Demand-Angebot bis zum 26. Dezember 2012 als MP3-Audio hören.

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Interview

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur