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Konzert / Archiv | Beitrag vom 19.12.2014

Sinfonische MusikPoesie für Sir Yehudi

Aufzeichnung aus der Aula der Universität Poznań

Der weltberühmte Geiger Yehudi Menuhin während eines Konzerts gemeinsam mit dem erweiterten Zürcher Kammerorchester am 30.03.1963 in der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst. (picture alliance / dpa / Heinz-Jürgen Göttert)
Für Yehudi Menuhin schrieb Andrzej Panufnik ein Violinkonzert (picture alliance / dpa / Heinz-Jürgen Göttert)

Das Jubiläumsjahr für den polnischen Komponisten Andrzej Panufnik endet in Poznań. Die Philharmoniker der Stadt spielen mit Alexander Sitkovetsky sein Violinkonzert, außerdem Musik von Mozart und Tschaikowsky. Am Pult steht der Erste Gastdirigent des Orchesters, Łukasz Borowicz.

Andrzej Panufnik war der Komponist des ausgehenden Jahres in Polen. Vor 100 Jahren wurde er in Warschau geboren. Den feierlichen Abschluss des Jubiläumsjahres bildet das Konzert der Poznaner Philharmonie unter Leitung ihres Ersten Gastdirigenten Łukasz Borowicz.

Alexander Sitkovetsky spielt in der zentralpolnischen Metropole das Violinkonzert des britisch-polnischen Meisters. Der war 1954 ins Exil nach Birmingham gegangen und damit dem Weg gefolgt, der seit Frédéric Chopin für so viele polnische Musiker vorgezeichnet zu sein schien. Die Befreiung seiner Heimat und die beginnende Renaissance seiner Musik nach eisigen Jahren des Daseins als "persona non grata" in Polen konnte Andrzej Panufnik nach Fall des Eisernen Vorhangs noch miterleben.

Sein Violinkonzert schrieb Andrzej Panufnik 1971 für Yehudi Menuhin. Dessen spirituelle und poetische Qualitäten hatten ihn besonders gereizt. Der aus Moskau stammende Geiger Alexander Sitkovetsky betrachtet sich als Schüler Menuhins und hat das Konzert Panufniks mit Sir Yehudi kurz vor dessen Tod einstudiert. Sitkovetsky spielt in Poznań außerdem das G-Dur-Violinkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart.

Auf dem Programm des vorweihnachtlichen Konzerts steht auch Peter Tschaikowskys zweite Sinfonie, derjenige von insgesamt sechs Beiträgen Tschaikowskys zur Gattung, der wohl am seltensten zu hören ist. Ein in unseren Tagen brisant erscheinendes Stück allzumal, da der russische Romantiker in diesem Werk "kleinrussische" Volksmelodien verwendet. "Kleinrussische Musik in Großpolen".  Anders gesagt: Ukrainische Musik in der Wojwodschaft Großpolen. So geht Geschichte! Sir Yehudi Menuhin und Sir Andrzej Panufnik hätten ihre Freude an diesem Programm.

 

Aula der Universität Poznań

Aufzeichnung vom 5. Dezember 2014

 

Wolfgang Amadeus Mozart

Konzert für Violine und Orchester G-Dur KV 216

 

Andrzej Panufnik

Violinkonzert

 

Peter Tschaikowsky

Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 17

 

Alexander Sitkovetsky, Violine

Philharmonisches Orchester Poznań

Leitung: Łukasz Borowicz

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