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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 07.12.2018

Sexueller Missbrauch in der LiteraturSchreiben gegen das Schweigen

Von Ralph Gerstenberg

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Die drei Köpfe der Schriftsteller sind nebeneinander montiert, alle tragen eine Brille. (picture alliance / Steffen Schmidt / Robert Newald / Anke Waelischmiller/Sven Simon)
Die Schriftsteller Christian Kracht, Josef Haslinger und Bodo Kirchhoff (v.l.) setzen sich mit ihren Missbrauchserfahrungen auseinander. (picture alliance / Steffen Schmidt / Robert Newald / Anke Waelischmiller/Sven Simon)

Nach Josef Haslinger und Christian Kracht hat mit Bodo Kirchhoff nun ein weiterer prominenter Schriftsteller thematisiert, dass er sexuell missbraucht wurde. In seinem neuen Roman "Dämmer und Aufruhr" erzählt er die Ereignisse eindrücklich.

Sexueller Missbrauch ist ein Thema, das seit Jahren für Schlagzeilen sorgt und die Öffentlichkeit erschüttert. Nicht erst seit der #MeToo-Bewegung und der Offenbarung von Christian Kracht, er sei als Jugendlicher in einem kanadischen Eliteinternat missbraucht worden, ist es auch in der Literatur angekommen. So schrieb Josef Haslinger bereits 1983 in der autobiografisch gefärbten Erzählung "Die plötzlichen Geschenke des Himmels" darüber, wie die Verletzungen und Verstörungen eines sexuell missbrauchten Kindes im Erwachsenen weiterwirken. Auch Bodo Kirchhoff hat sich bereits zu eigenen Missbrauchserfahrungen geäußert. In seinem Roman "Dämmer und Aufruhr" erzählt der Siebzigjährige nun jedoch so eindrücklich wie nie zuvor über die Ambivalenz dieser prägenden Erlebnisse in seiner Jugend. Wie setzen sich Schriftsteller mit eigenen Missbrauchserfahrungen auseinander? In welchem gesellschaftlichen Kontext finden diese Auseinandersetzungen statt? Und verändern die geschilderten Verstörungen den Blick auf das literarische Werk?

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