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Sein und Streit | Beitrag vom 24.04.2016

"Sein und Streit" - die ganze SendungKonvivialismus – eine neue Kunst des Zusammenlebens

Moderation: Simone Rosa Miller 

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Farbfoto, Nahaufnahme, Handschlag zwischen Mann und Frau über einem Plan, Symbolfoto (IMAGO/Westend61)
Besseres Miteinander: Der Konvivalismus will das ermöglichen (IMAGO/Westend61)

Der Konvivalismus will die Welt verbessern - was das genau ist und wie das gehen soll, erfahren Sie in dieser Sendung Sein und Streit. Und das "gute Leben" erlernen kann man an der School of Life, die just in Berlin geöffnet hat.

Letzte Woche haben wir uns im Philosophie-Magazin Sein und Streit mit dem Effektiven Altruismus auseinandergesetzt. Philosophische und soziale Bewegung zugleich will er Leid mindern und Freude mehren – das aber nach streng wirtschaftlichen Effizienzkriterien.

Auch in dieser Woche beschäftigen wir uns mit einem philosophischen Ansatz, der die Welt verbessern will, anders als der Effektive Altruismus aber erhebt er die wirtschaftlich Verwertungslogik dabei selbst zum Problem. Die Rede ist vom Konvivialismus.

Was für eine neue "Kunst des Zusammenlebens" sich hinter dem Begriff genau verbirgt, erklärt uns Frank Adloff, Professor für Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg und selbst überzeugter Konvivialist.

Außerdem in der Sendung:

Kleine Leute, große Fragen

Passend zum Thema fragen sich unsere kleinen Philosophen diese Woche: Was ist das gute Leben?

Kann man das gute Leben eigentlich lernen? So wie eine Disziplin unter anderen? Die "School of Life" meint: Ja, das kann man. Man braucht dazu - die Philosophie.

Erfunden hat diese "Schule des Lebens" der englisch-schweizerische Schriftsteller und Fernsehproduzent Alain de Botton. 2008 von ihm in London gegründet, vermehren sich ihre Ableger inzwischen überall auf der Welt.

Seit Donnerstag gibt es die "School of Life" auch in Berlin – Jochen Stöckmann war für uns bei ihrer Eröffnung.

Westliche Vorstellungen über Morgenland produzieren und zementieren Machtgefälle zugunsten des Westens. So könnte man die zentrale These in Saids Klassiker "Orientalismus" von 1978 zusammenfassen. Aber gibt es dazu auch das Pendant über den Westen? Den Okzidentalismus? Und welche Effekte hat der für die Beziehung zwischen Morgen- und Abendland?

Fragen, mit denen sich der syrische Philosoph Sadik al-Azm beschäftigt, einer der interessantesten und streitbarsten zeitgenössischen Intellektuellen der arabischen Welt. Am 21. April hat er am Berliner "Zentrum Moderner Orient" einen Vortrag gehalten zum Okzidentalismus. Philipp Schnee bündelt seine Thesen für uns.

Schließlich gehen unsere Drei Fragen an die Designforscherin Gesche Joost.

 

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