"Sehr woke": US-Botschaft hängt Werk des Obama-Porträtisten Kehinde Wiley ab

    Kehinde Wiley vor einem einer Bilder mit grünen Blätterranken und Blüten
    Kehinde Wiley nutzt häufig einen floralen Hintergrund - beim jetzt abgehängten Bild ist der eher blau und rot gehalten © picture alliance / Charles Sykes / Invision / AP
    Der Künstler Kehinde Wiley hat das offizielle Porträt des früheren US-Präsidenten Obama gemalt - und ein Werk für die amerikanische Botschaft in der Dominikanischen Republik. Dieses Gemälde will das US-Außenministerium nun offenbar verkaufen, wenn es rechtlich möglich ist. Das meldet die "New York Times". Die Leiterin des Programms "Art in Embassies", also "Kunst in Botschaften" bezeichnete das Bild demnach als "sehr woke" und "ästhetisch erschreckend". Es wurde letzte Woche bereits aus der Botschaft in Santo Domingo entfernt. Zuvor war es der New York Times zufolge hinter einer Plane mit der amerikanischen Flagge versteckt. Das Werk zeigt vier dominikanische Modelle vor einem floralen Hintergrund in kräftigen Blau- und Rottönen. Wiley bezog bei der Fertigstellung örtliche Kunststudierende ein. Er gilt als einer der bekanntesten US-Maler der Zeit. Seine Arbeiten finden sich in etlichen bedeutenden Institutionen wie dem Metropolitan Museum of Art oder der National Portrait Gallery. 2015 erhielt Wiley laut der Online-Zeitung "Artlyst" eine Auszeichnung des US-Außenministeriums dafür, dass er durch seine visuelle Kunst zur Diplomatie beiträgt.