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Interview / Archiv | Beitrag vom 08.03.2019

Scientists4Future für Fridays For FutureWissenschaftler unterstützen Schülerproteste

Ranga Yogeshwar im Gespräch mit Ute Welty

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Zahlreiche Demonstrantinnen und Demonstranten gehen durch die Straßen und halten ein Transparent vor sich. (imago)
Kampf um die Zukunft: Klimaproteste von Schülern in Hamburg. (imago)

Die freitäglichen Klima-Proteste von Schülerinnen und Schülern werden nun von wissenschaftlicher Prominenz gestützt. Unter ihnen ist der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar. Er fordert, das Anliegen der jungen Generation ernst zu nehmen.

Wissenschaftler unterstützen die Klima-Proteste der jungen Generation: An der Seite von "Fridays For Future" taucht jetzt eine Initiative mit dem Titel "Scientists4Future" auf. Sie soll in einigen Tagen offiziell vorgestellt werden. Unter den Unterzeichnern sind prominente Namen aus allen Disziplinen, darunter Hans-Joachim Schellnhuber, Claudia Kemfert, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Eckart von Hirschhausen, Barbara Praetorius, Dirk Uwe Sauer und Sven Plöger.

Der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar; Aufnahme vom Mai 2014 (picture-alliance / dpa)Der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar: Handeln, auch wenn es weh tut. (picture-alliance / dpa)

Auch der TV- und Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar ist dabei. Man müsse das Anliegen der jungen Menschen ernst nehmen und entsprechend politisch aktiv werden, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle weh tun werde, forderte er im Deutschlandfunk Kultur.

Kein großer Knall

Es gebe nicht eine einzige Maßnahme - das Klima zu retten sei komplex, betonte Yogeshwar. So müsse man sich von alten Wirtschaftsstrukturen verabschieden und neue finden. Es gehe um eine Haltung zu dem Problem: "Und diese Haltung muss anhand konkreter Maßnahmen sehr viel deutlicher werden."

Es gebe beim Klima-Thema keinen großen Knall, sondern nur einen schleichenden Prozess, so der Publizist. Deswegen werde notwendiges Handeln immer weiter in die Zukunft geschoben.

"Die Ergebnisse der Wissenschaft sind der Input für eine Politik der Zukunft", sagt der Journalist. Wenn dieser "Transmissionsriemen" nicht mehr funktioniere, gebe es die Gefahr, dass die Welt nur noch von Lobbyismus und Eigeninteressen bestimmt werde. Wissenschaftliche Fakten dürften deswegen nicht in Frage gestellt werden.

(ahe)

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