Schwedische Opern beginnen mit Trigger-Warnungen

    Eine Geige mit Bogen und Noten. (Quelle: picture alliance)
    Schwedische Opernhäuser beginnen mit Trigger-Warnungen bei starken Inhalten. © picture alliance / Geisler-Fotopress / Burkhard Schubert
    Blinkende Lichter, starker Rauch oder plötzliche laute Geräusche: Das sind einige der Dinge, vor denen die vier größten schwedischen Opernhäuser ihr Publikum jetzt warnen - selbst wenn dies bislang nicht üblich war. Auch Szenen über Missbrauch, Vergewaltigungen oder Inzest können nun Anlass für so genannten Trigger-Warnungen an den Opern in Malmö, Göteborg, Stockholm und Umea sein. Das berichtet die Sendung Kulturnytt des schwedischen Rundfunks SR. Hintergrund ist offenbar die Aufführung der Oper "Das Fest" des dänischen Regisseurs Thomas Vinterberg am Königlichen Opernhaus in London. In der Adaption des gleichnamigen Films aus den 1990er Jahren für die Opernbühne geht es um die Reaktion einer bürgerlichen Familien auf sexuellen Kindesmissbrauch. Am Royal Opera House werde seitdem bei solchen und ähnlichen Themen gewarnt, so Kulturnytt. Zur Begründung heißt es in London, dies sei eine Frage des Respekts vor den unterschiedlichen Bedürfnissen der Zuschauer. Und: Auch in Filmen werde bei entsprechenden Inhalten vorab gewarnt.