Schwarze Bildschirme: MDR warnt vor Folgen einer möglichen AfD-Regierung

Wer am Montagabend die Sendung "MDR Sachsen-Anhalt heute" gesehen hat, weiß es schon: Der Mitteldeutsche Rundfunk hat das Regionalmagazin vorübergehend unterbrochen. Statt Nachrichten aus dem Bundesland war sekundenlang ein schwarzer Bildschirm zu sehen - mit der Aufschrift: "Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Keinen MDR mehr in Sachsen-Anhalt? Und damit auch kein MDR Sachsen-Anhalt heute? Das könnte passieren". Ähnliche Aktionen laufen auf der MDR-Hompage und den Instagram-Kanälen. Der Sender weist damit nach eigenen Angaben auf ein Wahlkampfversprechen der AfD hin: Die Partei möchte den Rundfunkstaatsvertrag im Falle eines Wahlsieges am 6. September in Sachsen-Anhalt sofort kündigen. Das ist rechtlich möglich und würde zwei Jahre später greifen. Wie MDR-Intendant Ralf Ludwig betonte, ist diese Situation vielen Menschen nicht bewusst. Eine Kündigung würde seinen Worten zufolge bedeuten, dass es die Angebote des MDR für Sachsen-Anhalt, aus Sachsen-Anhalt heraus, ab 2029 nicht mehr gibt. Der Sender hätte dann "schlichtweg keinen Auftrag mehr". Rundfunkgebühren müssten die Menschen übrigens trotzdem zahlen. Die AfD will zwar das System ändern, strebt aber zur Finanzierung eines sogenannten "Grundfunks" eine neue Rundfunksteuer an.