Schuster fordert differenzierte Debatte über Antisemitismus

    Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, spricht am 8.11.2015 auf der 12. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland in Bremen. Schuster hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zu einem klaren Abrücken von der Judenfeindlichkeit des Reformators Martin Luther aufgerufen. Foto: Markus Hibbeler/dpa | Verwendung weltweit
    Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland © dpa
    Nach Kritik am Programm der diesjährigen documenta hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, eine ehrliche und differenzierte Debatte über Antisemitismus gefordert. Das sagte er nach einem Gespräch mit Kulturstaatsministerin Claudia Roth in Berlin. Zuvor war eine dreiteilige Gesprächsreihe der in Kassel stattfindenden Kunstausstellung documenta wegen Berichten über angeblichen Antisemitismus im Programm abgesagt worden. Vertrauliche Gespräche mit Experten sowie mit Verantwortlichen der documenta sollten nun eine Grundlage für eine konstruktive öffentliche Debatte schaffen, so Schuster.