Schriftstellerin Iris Wolff erhält Kaschnitz-Preis für Lebenswerk

    Eine Frau mit dunklen langen gewellten Haaren spricht in ein Mirkofon auf einem Pult, auf dem auch eine helle Leselampe leuchtet, und gestikuliert mit den Händen.
    Dier Schriftstellerin Iris Wolff beschäftigt sich in ihren Büchern auch mit ihrer Heimat Rumänien. © IMAGO/Oryk HAIST
    09.05.2022
    Die Schriftstellerin Iris Wolff ist am Sonntag für ihr Gesamtwerk mit dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing ausgezeichnet worden. Sie sei eine Erzählerin, die sich umschaue, die genau hinsehe, die ein Auge für alles Randständige habe, für die kleinsten Alltagsobjekte, sagte der Leiter des Hamburger Literaturhauses, Rainer Moritz, in seiner Laudatio. Iris Wolff wurde 1977 in Rumänien geboren, 1985 emigrierte sie nach Deutschland. Später arbeite sie am Deutschen Literaturarchiv Marbach und als Dozentin für Kunst- und Kulturvermittlung. Sie ist Mitglied im Internationen Exil-PEN und lebt als freie Autorin in Freiburg. Seit 2012 hat sie vier Romane veröffentlicht, die sich auch mit ihrem Herkunftsland Rumänien auseinandersetzen. Der Marie-Luise-Kaschnitz-Preis würdigt das Lebenswerk deutschsprachiger Schriftsteller und ist mit 7.500 Euro dotiert. Bisherige Preisträger waren unter anderem Sibylle Lewitscharoff, Michael Köhlmeier, Angelika Klüssendorf oder Lutz Seiler.