Seit 04:05 Uhr Tonart

Sonntag, 25.08.2019
 
Seit 04:05 Uhr Tonart

Fazit / Archiv | Beitrag vom 07.02.2012

Schriftsteller und Superstar

Literaturkritiker Joachim Scholl über den vor 200 Jahren geborenen Autor Charles Dickens

Podcast abonnieren
In seinen Romanen wie "Oliver Twist" nimmt Dickens eine kindliche Perspektive ein (picture alliance / dpa / Karl-Josef Hildenbrand)
In seinen Romanen wie "Oliver Twist" nimmt Dickens eine kindliche Perspektive ein (picture alliance / dpa / Karl-Josef Hildenbrand)

Charles Dickens war einer der berühmtesten englischen Schriftsteller seiner Epoche. Bis heute zählen seine Werke zu den meistgelesenen Klassikern der Weltliteratur. Der Erfolg von Dickens liege vor allem in seiner Schreibtechnik begründet, meint unser Literaturkritiker Joachim Scholl.

In seinen Romanen wie "Oliver Twist" oder "David Copperfield" schildere er nicht nur die schwierige soziale Situation der Kinder, er schreibe auch oft aus "der kindlichen Perspektive", sagt Scholl. Dies sei "originell für seine Zeit". Den Kindern in seinen Büchern "fallen Dinge auf, die Erwachsenen vielleicht nicht auffallen".

Seine Herkunft war für Charles Dickens ein Antrieb für die Arbeit, meint Scholl. Er kam aus ärmlichen Verhältnissen, der Vater verspielte sein Geld. "Die schlimmste Kindheitserfahrung für Dickens war, dass die Familie sogar einmal ins Schuldgefängnis musste und er selber mit zwölf in eine Fabrik gesteckt wurde." Diese Erfahrungen hätten ihn stark beeinflusst, sodass er später in seinen publizistischen Arbeiten immer reflektiert habe, "wie man mit Kindern umgeht".

Sie können das vollständige Gespräch mit Joachim Scholl mindestens bis zum 07.07.2012 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDie Postkarte scheint unsterblich
Eine alte Postkarte von 1896 zeigt ein Panorama von Bad Neuenahr (damals Neuenahr) (Arkivi / imago-images)

Der "Tagesspiegel" und die "taz" feiern den 150. Geburtstag der Postkarte. Die "taz" prognostiziert ihr ein weiteres langes Leben und der "Tagesspiegel" stellt fest, dass immer noch 55 % der Deutschen mit ihr aus dem Urlaub grüßen.Mehr

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur