Schriftsteller Thélyson Orélien wird von der Liste der Finalisten des Prix Renaudot genommen

    Der in Haiti geborene Quebecer Schriftsteller, Dichter und Romanautor Thélyson Orélien.
    Thélyson Orélien © AFP / JOEL SAGET
    Einer der renommiertesten Literaturpreise Frankreichs - der Prix Renaudot - hat den kanadisch-haitianischen Schriftsteller Thélyson Orélien aus der Liste der Finalisten gestrichen. Das berichtet Le Monde. Vor wenigen Tagen bestätigte sein kanadischer Verlag, dass der Autor beim Schreiben seines Buches "C’était ça ou mourir" künstliche Intelligenz genutzt hat. Daraufhin kündigte er die Zusammenarbeit mit dem Autor. Anlass für den Prix Renaudot, ihn aus der Auswahl zu entfernen. Zuvor hatten schon die Jurys von zwei weiteren renommierten französischen Literaturpreisen - Prix Goncourt und Prix Femina - den Titel gestrichen. Der Roman "C’était ça ou mourir" schildert die Flucht aus einem von Gewalt geprägten Haiti. Er gehörte zu den literarischen Erfolgen der Herbstsaison. Orélien hat die Anschuldigungen stets zurückgewiesen.