Schriftsteller Peter Schneider mit 85 gestorben

Der Schriftsteller Peter Schneider ist tot. Er starb am Dienstag mit 85 Jahren in Berlin. Das bestätigte der Verlag Kiepenheuer und Witsch. Schneider schrieb Erzählungen, Romane, Drehbücher und Reportagen sowie Essays und Reden. Über viele Jahre galt er als eine prägende intellektuelle Stimme der Bundesrepublik. Zu seinen wichtigsten Werken zählt "Lenz" von 1973. Die Erzählung beschreibt das Lebensgefühl einer enttäuschten Linken nach den 68er-Protesten und dem Scheitern ihrer Utopie. Viele Werke machen Lebensläufe seiner Generation zum Thema. Bedeutende Bücher von ihm sind auch "Der Mauerspringer" oder "Die Lieben meiner Mutter". Zuletzt erschien 2019 der Roman "Vivaldi und seine Töchter". Ab Mitte der Achtzigerjahre lehrte Peter Schneider immer wieder an US-Universitäten als Gastdozent, etwa in Stanford und Princeton.