Schriftsteller Kermani: Angriffe auf Iran brechen Völkerrecht

Der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani hat die Angriffe auf den Iran im Deutschlandfunk als Bruch des Völkerrechtes bezeichnet. Der Autor, der 2015 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, befürchtet, dass die USA den Iran blind bombardieren und es danach noch schlimmer wird. Mit Blick auf die Gräueltaten des Regimes an Zehntausenden seiner Gegner kritisierte der Publizist, man habe die Mittel des internationalen Rechts nicht ausreichend genutzt. Der Westen habe die Verbrechen zu lange geduldet. Dabei sei die rechtliche Aufarbeitung des Massakers ein Hebel, um die Führung in Teheran unter Druck zu setzen. Allerdings bezeichnete Kermani die Angriffe auf den Iran als Bruch des Völkerrechts. Die Bundesregierung gehe damit zu leichtfertig um. Der österreichische Schriftsteller Sama Maani, der Teile seiner Kindheit in Teheran verbracht hat, hofft langfristig auf einen Regimewechsel im Iran. Das würde sehr viel im Nahen Osten und vielleicht sogar weltpolitisch verändern, sagte er im Deutschlandfunk Kultur.