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Interview / Archiv | Beitrag vom 17.02.2016

Schreibmotorik-Experte Christian MarquardtMit Gekrakel in die Zukunft

Moderation: André Hatting und Christian Rabhansl

Die Hand einer Frau, die einen Brief mit einem Füllfederhalter schreibt. (dpa / picture alliance / Tobias Hase)
Eine saubere Handschrift wird auch in den Schulen immer seltener, klagen Bildungsforscher. (dpa / picture alliance / Tobias Hase)

Jedes zweite Schulkind hat Probleme mit der Handschrift, sagt der Schreibmotorik-Experte Christian Marquardt. Sein Institut sucht nach Wegen für einen besseren Schreibunterricht.

"Es gibt natürlich heute digitale Medien, die das Schreiben mit der Hand verändert haben", sagt der Schreibmotorik-Experte Christian Marquardt, der im wissenschaftlichen Beirat des Schreibmotorik-Institutes sitzt. Man könne heute vermehrt auf digitale Medien ausweichen und die Vorbildfunktion der Eltern habe sich verändert.

"Es wird insgesamt weniger Zeit zum Üben zur Verfügung gestellt." Die Rahmenbedingungen hätten sich verschlechtert. Aber er setze darauf, das Schreiben lernen etwas zu modernisieren und effizienter zu gestalten.

Schreiben mit der Hand als Bildungsgut

Das Institut erforsche die Grundlagen der Schreibmotorik. Leider hätten Kinder zunehmend motorische Schwächen, weil nicht mehr systematisch genug unterrichtet werde und es an Zeit fehle. Bildungspolitisch komme dem Schreiben mit der Hand aber unverändert eine wichtige Rolle zu, sagte Marquardt. Es handele sich um ein Kulturgut und helfe Kindern, Wörter zu behalten und ihre Rechtsschreibung zu üben.

Das Schreibmotorik-Institut ist derzeit mit einem Stand auf der laufenden Kölner Bildungsmesse didacta vertreten.

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