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Sein und Streit | Beitrag vom 30.04.2017

Schöpferisches ArbeitenDas moderne Subjekt und die Kreativität

Josef Früchtl im Gespräch mit Svenja Flaßpöhler

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Eine Künstlerin mit Hut in Rückenansicht vor einer Staffelei in einem Garten (imago/CHROMORANGE)
Schöpferisch-kreativ: Künstlerin mit Staffelei. (imago/CHROMORANGE)

Im 18. Jahrhundert avanciert die Künstlerexistenz zum Gesellschaftsmodell - aber wie ist diese Entwicklung zu bewerten? Stimmt es, dass kreative Menschen ihrem Ich besonders nahe sind, sich selbst verwirklichen? Ein Gespräch mit dem Philosophen Josef Früchtl.

Die Geschichte des modernen Subjekts, seiner Selbstwahrnehmung und seines Handelns ist untrennbar mit dem 18. Jahrhundert – und natürlich mit Immanuel Kant – verbunden und hat dort seine Wurzeln.

Das moderne Subjekt findet nicht mehr eine göttlich verfügte Weltordnung vor, sondern betrachtet die Welt selbst – und trägt in der Betrachtung immer schon die eigenen Anschauungs- und Verstandeskategorien an die Welt heran. Er wird gleichsam selbst zum Schöpfer.

Mit dem Philosophen Josef Früchtl, Professor an der Universität Amsterdam, spricht Svenja Flaßpöhler unter anderem darüber, wie sich dieser Zugang zur Welt und die Bedeutung für den Akt des schöpferischen Arbeitens daraus weiterentwickelt hat.

Die Künstlerexistenz avanciert zum Gesellschaftsmodell - aber wie ist diese Entwicklung zu bewerten? Stimmt es, dass kreative Menschen ihrem Ich besonders nahe sind, sich selbst verwirklichen? Oder ist es Zeit für eine ganz neue Erzählung des Ich?

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