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Interview / Archiv | Beitrag vom 13.06.2017

Schlöndorff gratuliert Atwood"Eine Stimme für ein anderes Amerika"

Volker Schlöndorff im Gespräch mit Nicole Dittmer und Julius Stucke

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Regisseur Volker Schlöndorff beim Berlinale Film Festival (Imago)
Regisseur Volker Schlöndorff verfilmte Atwoods Roman "Der Report der Magd". (Imago)

Regisseur Volker Schlöndorff freut sich über den Friedenspreis für die Schriftstellerin Margaret Atwood: Die kanadische Autorin habe schon immer ein untrügliches Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen bewiesen.

Nach Ansicht von Volker Schlöndorff, der Atwoods Roman "Der Report der Magd" Ende der 80er Jahre verfilmte, geht der Friedenspreis an genau die richtige Person.

"Ein Bravo der Jury", sagte der Regisseur im Deutschlandfunk Kultur. Atwood habe schon immer "ein großartiges Gespür für gefährliche Entwicklungen" gehabt. Sie stehe mit ihrem Werk und ihrer Persönlichkeit für Humanität und Gerechtigkeit.

Trump vorweg genommen

Atwood – "ein Idol aller Feministinnen" - sei "eine Stimme der weiblichen Empfindsamkeit, aber auch Unerbittlichkeit für ein anderes Amerika". Es sei erschreckend, wie sehr sie etwa mit der Figur des Patriarchen und Diktators im Roman – im Schlöndorff-Film gespielt von Robert Duvall – den heutigen US-Präsidenten Donald Trump vorweg genommen habe. Auch die im Roman beschriebenen Mauern – nach Norden und nach Süden -, mit denen die USA sich abschotte, seien greifbare Realität.

Trailer "The Handmaids Tale" (1990)
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