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Kulturnachrichten

Dienstag, 13. Mai 2014

Autor Jörg Albrecht darf laut Verlag Abu Dhabi verlassen

Seit dem 1. Mai saß er in Abu Dhabi fest - jetzt darf der Berliner Schriftsteller Jörg Albrecht das arabische Emirat verlassen.

Das teilte der Göttinger Wallstein-Verlag mit. Albrecht wolle sich umgehend auf den Weg zum Flughafen machen. Der Autor war zur Buchmesse nach Abu Dhabi gereist. Dort wurde er festgenommen, weil er Botschaftsgebäude fotografierte. Die Behörden warfen ihm daraufhin Spionage vor. Albrecht kam nach drei Tagen gegen Kaution frei, musste sich aber weiter in dem Land aufhalten.

Yilmaz Dziewior wird Chef des Kölner Museums Ludwig

Das Kölner Museum Ludwig hat einen neuen Leiter.

Wie Oberbürgermeister Jürgen Roters mitteilte, soll Yilmaz Dziewior den Posten übernehmen. Er ist derzeit Direktor des Kunsthauses Bregenz am Bodensee und führte zuvor acht Jahre lang den Kunstverein Hamburg. Roters sagte, Dziewior sei ein herausragender Fachmann und Kenner der zeitgenössischen Kunst. Der bisherige Direktor des Museums Ludwig, Philipp Kaiser, war Ende Februar nach gut einem Jahr aus dem Amt ausgeschieden.

Juri Andruchowytsch hält "Euromaidan" weiter für einen Erfolg

Für den Schriftsteller Juri Andruchowytsch waren die Proteste auf dem Maidan in Kiew trotz der drohenden Abspaltung der Ost-Ukraine ein Erfolg.

Der Autor sagte im Deutschlandradio Kultur, die ukrainische Bevölkerung habe unglaublich große und dramatische Bemühungen unternommen, um sich einer besseren europäischen Zukunft anzunähern. Das sei Teil der neuesten Geschichte des Landes. Andruchowytsch betonte, die Demonstranten hätten auch die Lebensverhältnisse im Osten des Landes verbessern wollen. Er hoffe weiterhin, dass die Präsidentenwahl am 25. Mai auch dort stattfinden könne. - Andruchowytsch hat die Ereignisse in der Aufsatzsammlung "Euromaidan" aufgearbeitet, die kommende Woche erscheint.

Russland erwägt nach ESC-Sieg von Conchita Wurst eigenen Musikwettbewerb

Nach dem Sieg der Travestie-Künstlerin Conchita Wurst beim "Eurovision Song Contest" ist die Geduld Russlands erschöpft.

Das sagte der Chef der Kommunistischen Partei, Waleri Raschkin, der Agentur Interfax und schlug einen eigenen Musikwettbewerb vor. Er erklärte, man wolle den Wahnsinn beim ESC nicht länger tolerieren. Er könne sich für die Zukunft eine familiärere Veranstaltung mit dem Titel "Voice of Eurasia" vorstellen. Weißrussland unterstützte den Vorstoß. Das beratende Komitee von Staatschef Alexander Lukaschenko erklärte, der Sieg von Conchita Wurst stehe für den vollständigen Kollaps der moralischen Werte der Europäischen Union.

Amtsgericht München: Bislang keine Ansprüche möglicher Gurlitt-Erben

Noch haben sich keine möglichen Erben von Cornelius Gurlitt beim Amtsgericht München gemeldet.

Das teilte Präsident Gerhard Zierl mit. Allerdings habe man bisher auch noch keine Möglichkeit gehabt, gesetzliche Erben aufzuspüren. Bei dem Gericht waren heute zwei notariell beglaubigte Testamente des Anfang Mai verstorbenen Kunstsammlers eingegangen. Ob er darin tatsächlich das Kunstmuseum Bern als Alleinerben eingesetzt hat, sagte Zierl nicht. Das Museum hatte dies selbst mitgeteilte und prüft nach eigenen Angaben, ob es Gurlitts Sammlung tatsächlich übernehmen will, weil viele der Werke unter Raubkunst-Verdacht stehen.

Direktorin des Picasso-Museums in Paris entlassen

Erst kürzlich war die Wiedereröffnung des Pariser Picasso-Museums erneut verschoben worden.

Jetzt hat die französische Regierung die Direktorin Anne Baldessari entlassen. Wie Kulturministerin Aurélie Filipetti nach einem Treffen mit Baldessari mitteilte, ist diese ab sofort von allen Aufgaben entbunden. - Das Picasso-Museum wird seit fünf Jahren für rund 52 Millionen Euro renoviert. Ursprünglich sollte es bereits 2012 wiedereröffnet werden. Am Wochenende hatte die Zeitung "Libération" eine E-Mail veröffentlicht, die von der Hälfte der Mitarbeiter unterzeichnet wurde. Darin warfen sie Baldessari einen autoritären Führungsstil und Missmanagement vor.

Erneut Blogger in China festgenommen und im Fernsehen vorgeführt

Er soll das Ansehen der Nation beschädigt haben.

In China ist erneut ein Blogger festgenommen und im Fernsehen vorgeführt worden, weil er angeblich Lügengeschichten verbreitet hat. Der 62-jährige Xiang Nanfu hatte Berichte auf der in den USA betriebenen chinakritischen Webseite Boxun veröffentlicht. Das Staatsfernsehen zeigte ein Geständnis Xiangs, in dem er sich für sein kriminelles Verhalten entschuldigt. In der vergangegen Woche hatte das Fernsehen bereits ähnliche Bilder einer Journalistin gezeigt, die Dokumente an ausländische Medien weitergegeben haben soll. Menschenrechtler vermuten, dass die Regierung in Peking vor dem 25. Jahrestag der Niederschlagung des Volksaufstandes auf dem Platz des Himmlischen Friedens besonders hart gegen Kritiker vorgeht.

Schleswig-Holstein: 27 Grundschulen startet Niederdeutsch-Unterricht

Mit dem Angebot soll ein wichtiges schleswig-holsteinisches Kulturgut bewahrt werden.

Das Bundesland startet zum neuen Schuljahr an 27 Grundschulen Niederdeutsch-Unterricht. Schüler bekommen auf freiwilliger Basis pro Woche zwei zusätzliche Schul-Stunden "op platt". Bildungsstaatssekretär Dirk Loßak teilte mit, für die Initiative seien acht Lehrerstellen vorgesehen. - In Hamburg wird bereits seit mehreren Jahren Niederdeutsch an einigen Grundschulen unterrichtet.

Rundfunkbeitrag nach Urteil von rheinland-pfälzischem Verfassungsgericht rechtmäßig

Es ist in Ordnung, dass Privatpersonen und Unternehmen unterschiedlich viel für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bezahlen.

Das hat der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz entschieden und die Klage eines Straßenbauunternehmers aus Montabaur abgewiesen. Er war der Meinung, dass der 2013 eingeführte Rundfunkbeitrag gegen das Gleichbehandlungsgesetz verstößt. Die Firma muss seit der Umstellung mehr zahlen, weil der Beitrag für Unternehmen nun nach der Zahl der Filialen, Mitarbeiter und Fahrzeuge berechnet wird. Der Präsident des Koblenzer Verfassungsgerichts, Lars Brocker, sagte, gegen dieses Vorgehen sei nichts einzuwenden. Man müsse nicht jeden Fall einzeln betrachten.

Morgen wird auch am Bayerischen Verfassungsgerichtshofes ein Urteil zum Rundfunkbeitrag erwartet. Dort hatten ein Anwalt und eine Drogeriekette geklagt.

Medienbericht: Wrackteile von Columbus "Santa Maria" entdeckt

Es könnte eine der wichtigsten archäologischen Entdeckungen seit langem sein.

US-Wissenschaftler glauben, nach 500 Jahren Wrackteile des Flaggschiffes von Christopher Columbus Flotte gefunden zu haben. Die "Santa Maria" war 1492 zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik auf eine Sandbank gelaufen und musste zurückgelassen werden. Der amerikanische Archäologe Barry Clifford sagte der britischen Zeitung "Independent", man habe das Wrack vor der Nordküste von Haiti entdeckt. Es gebe zahlreiche Hinweise, dass es sich tatsächlich um das Schiff des Entdeckers handele. Die Überreste sollten jetzt genauer untersucht werden.

Ausführlichere Informationen zu dem Fund finden Sie im Artikel des "Independent".

Publizist Grosser erhält Nannen-Preis für sein Lebenswerk

Niemand anders in den Medien hat einen so großen Anteil an der Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland wie er.

Das sagt "stern"-Chefredakteur Dominik Wichmann über den Publizisten Alfred Grosser. Wie der Verlag "Gruner + Jahr" mitteilte, wird der 89-Jährige in diesem Jahr mit dem Henri-Nannen-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Grosser wurde 1925 in Frankfurt am Main geboren. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte er nach Frankreich. Der Politologe schrieb für die Zeitung "Le Monde" und veröffentlichte mehr als 30 Bücher. - Der Nannen-Preis wird am 16. Mai in Hamburg verliehen.

Bollywood-Regisseure verbieten Handys an Filmsets

Mobiltelefone müssen draußen bleiben.

Wie die indische Zeitung "Mid Day" berichtet, haben viele Regisseure aus Angst vor durchsickernden Informationen Handys an ihren Filmsets verboten. Selbst Bollywood-Superstars müssten sie abgeben. Hintergrund ist demnach, dass in den vergangenen Monaten immer wieder Fotos und Videos von Filmdrehs im Internet aufgetaucht sind.

Krautreporter startet Crowdfunding-Kampagne

900.000 Euro in vier Wochen - so lautet das Ziel der Initiatoren des Magazins "Krautreporter".

Mit ihrer Crowdfunding-Kampagne wollen Alexander Streit, Sebastian Esser und Philipp Schwörbel nach eigener Aussage ein "neuartiges, digitales Magazin" finanzieren, das im Dialog mit dem Leser steht. Darin sollen Geschichten veröffentlicht werden, die hinter den Nachrichten stehen - als Ergänzung zu aktuellen Online-Angeboten. Gesucht werden 15.000 Abonnenten - oder "Mitglieder", wie Esser sie lieber nennt -, die ein Jahr lang 5 Euro pro Monat beisteuern. Das Magazin soll dann aber für alle Interessenten frei zugänglich sein.

Erfinder der Alien-Figuren Giger gestorben

H.R. Giger ist tot.

Wie das Schweizer Fernsehen berichtet, ist der Erfinder der Alien-Figuren gestern an den Folgen eines Sturzes in Zürich gestorben. Er wurde 74 Jahre alt. Giger stammte aus Graubünden und wurde mit seinen Alien-Entwürfen für den gleichnamigen Film des britischen Regisseurs Ridley Scott weltbekannt. 1980 wurde er dafür mit dem Oscar in der Kategorie "Beste visuelle Effekte" ausgezeichnet. Neben Fantasiefiguren entwarf Giger auch Gemälde und Möbel.

Geräderter in Brandenburg gefunden

Wer sich wie gerädert fühlt, kann wohl kaum ermessen, wie sich diese mittelalterliche Todesstrafe wirklich angefühlt hat.

Genaueres darüber weiß man jetzt in Brandenburg: Vor der Verlegung einer Bundesstraße sind dort zufällig Skelettteile eines Mannes gefunden worden, der zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert mit dem Rad bestraft worden war. Der Fund dokumentiert zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum, wie die Tortur genau ablief: Ein schwerer Schlag hatte das halbe Gesicht weggerissen, alle längeren Knochen waren zerschlagen, Arme und Beine unnatürlich verdreht. - Beim Rädern wurden dem Opfer zuerst die Knochen zerschlagen, um den Körper dann durch die Speichen eines Wagenrads zu flechten. Das kam dann auf einen Pfahl, sodass der Geräderte einen langsamen und qualvollen Tod starb.

Jurorin der Berliner Festspiele tritt wegen Plagiats zurück

Einfach abschreiben ist oft keine so gute Idee.

Diese Erfahrung musste nun auch Daniele Muscionico machen, Mitglied der Jury der Berliner Festspiele - zumindest bis gestern. Denn nachdem bekannt wurde, dass die Jurorin große Passagen ihrer Jurybegründung für die Einladung von Frank Castorfs Inszenierung des Stücks "Reise ans Ende der Nacht" aus dem Programmheft des Münchner Residenztheaters abgeschrieben hat, ist Muscionico als Jurorin der Berliner Festspiele zurückgetreten. Sie selbst nahm dazu wie folgt Stellung: "Ich betrachte das nicht als meine Arbeitsgrundlage, sondern als Panne, die sich nicht wiederholen darf."

Erfundene Geschichte: Autorin muss 16 Millionen Euro zahlen

Sie hat alles nur erfunden - deswegen hat ein US-Gericht die belgische Schriftstellerin Misha Defonseca verurteilt.

Sie soll ihrem Verleger umgerechnet rund 16 Millionen Euro für die zuvor gerichtlich erstrittenen Autorenrechte zurückzahlen. 1997 hatte Misha Defonseca ihre angeblich autobiografische Geschichte "Leben mit Wölfen" veröffentlicht. Sie handelt von einem achtjährigen jüdischen Mädchen, dessen Eltern 1941 von der Gestapo verschleppt werden. Das Mädchen flüchtet über tausende Kilometer mit einem Wolfsrudel, in das sie aufgenommen wird. Die Geschichte wurde in 20 Sprachen übersetzt und 2007 als Film veröffentlicht. 2008 gestand die Autorin, dass sie alles nur erfunden hat, in Wirklichkeit katholisch ist und Monique de Wael heißt.

Resveratrol hat laut Studie keine positive Wirkung

Resveratrol ist kein Wundermittel.

Das haben US-amerikanische Wissenschaftler in einer Langzeitstudie mit fast 800 älteren Menschen nachgewiesen. Verschiedene Studien waren zu dem Ergebnis gekommen, dass der Stoff, der unter anderem in Wein, Erdnüssen und Schokolade enthalten ist, gegen Entzündungen, zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und gegen Krebs hilft. Die aktuelle Studie konnte allerdings keine Unterschiede belegen zwischen Menschen, die viel Resveratrol zu sich nahmen und solchen mit niedrigem Resveratrol-Wert.

Die Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

Mediziner und Forscher Jacinto Convit gestorben

Gegen Lepra und Leishmaniose konnte er einen Impfstoff finden - nach einer Heilmethode für Krebs suchte er bis zuletzt vergeblich.

Wie seine Familie bekannt gab, ist der venezolanische Mediziner und Forscher Jacinto Convit in der Hauptstadt Caracas gestorben. Er wurde 100 Jahre alt. 1988 war Convit für den Medizinnobelpreis nominiert - ausgezeichnet wurde jemand anderes. Convits besonderes Interesse galt dem Kampf gegen Krankheiten, von denen vor allem die ursprüngliche Bevölkerung Venezuelas betroffen war.

Albrecht darf noch immer nicht aus Abu Dhabi ausreisen

Der Berliner Schriftsteller Jörg Albrecht sitzt noch immer in Abu Dhabi fest.

Zwar darf er sich frei bewegen, aber wann er das Land verlassen darf, steht noch nicht fest. Inzwischen konnten verschiedene Zeitungen Kontakt zu Albrecht aufnehmen. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte er, es gehe ihm nicht gut und er habe Angst. Angst, etwas falsch zu machen und noch Wochen oder Monate in Abu Dhabi festzusitzen. - Albrecht war am 1. Mai verhaftet worden, als er mit seinem Tablet Fotos in einer Straße aufnahm, in der auch Botschaften liegen. Der Verdacht lautete offenbar auf Spionage. Nach drei Tagen kam er gegen Kaution frei.

Kleist-Preisträger Beyer über Schriftstellertricks

Der neue Kleist-Preisträger gibt zu, beim Schreiben gewisse Tricks anzuwenden.

Im Deutschlandradio Kultur sagte Marcel Beyer, er könne den Eindruck erwecken, die Figur verfüge über alles Wissen, während er als Autor überhaupt nicht darüber verfüge. So sei es zum Beispiel mit seinem Protagonisten in dem Roman "Kaltenburg" gewesen, einem Ornithologen. Beyer gestand, das sei fast Schaumschlägerei. Über Details wisse er Bescheid, aber der große Überblick fehle ihm eigentlich immer.

Ultraorthodoxe demonstrieren vor Papstbesuch auf Zionsberg

Es ist nur ein Gerücht - doch das hat in Jerusalem Proteste orthodoxer Juden ausgelöst.

Hunderte von ihnen haben auf dem Zionsberg gegen angebliche Pläne protestiert, den dortigen Abendmahlsaal in die Obhut der Katholischen Kirche zu übergeben. Die israelische Regierung hatte ein solches Abkommen zuvor dementiert. Über die Nutzungsrechte für den Ort gibt es seit Jahren Streit, der sich nun, kurz vor dem Besuch von Papst Franziskus im Heiligen Land, wieder verstärkt hat. Im Abendmahlsaal hat sich Jesus nach christlicher Überlieferung von seinen Jüngern verabschiedet. Er befindet sich im ersten Stock eines Sakralbaus, in dem ebenerdig die von den Juden verehrte angebliche Grabstätte des biblischen Königs David liegt.

López-Palast in Paraguay wird von Termiten zerstört

Der López-Palast ist das Zuhause des Präsidenten von Paraguay und das geschichtsträchtigste Gebäude des Landes.

Doch vielleicht nicht mehr lange: Wie die Zeitung "ABC Color" schreibt, wird das Regierungsgebäude gerade von Termiten zerfressen. Demnach ist mehr als die Hälfte des Hauses betroffen. Eigentlich sollte es restauriert werden, die Arbeiten wurden aber vor einem Jahr unterbrochen. Der Leiter der Restaurierungsarbeiten sagte der Zeitung, es sei unverantwortlich, in dem Gebäude noch jemanden arbeiten zu lassen. Es sei mittlerweile eine "Termitentorte".

Folter gibt es laut Amnesty International in mehr als der Hälfte aller Staaten

Auch die UNO-Antifolter-Konvention ändert nichts daran, dass noch immer in mehr als der Hälfte aller Länder Menschen gefoltert werden.

Das schreibt Amnesty International in einem neuen Bericht. Für die Studie hat die Organisation Daten aus 141 Ländern gesammelt und ausgewertet. Demnach foltern mindestens 79 davon, und zwar obwohl sie vor 20 Jahren die UNO-Antifolter-Konvention unterschrieben haben. In Staaten wie Mexiko, Nordkorea oder Syrien sei systematische Gewaltanwendung alltäglich. Dort werde unter anderem Gewalt angewendet, um Geständnisse zu erpressen.

Quizduell: Erster TV-Versuch gescheitert

Mal schauen, ob es heute klappt.

Die Premiere der Sendung "Quizduell" gestern Abend in der ARD ist jedenfalls gründlich schief gelaufen. Wie Moderator Jörg Pilawa in der Live-Sendung erklärte, hatte ein Hacker weltweit 15.000 Server lahmgelegt und den Zuschauern zuhause die Teilnahme per Smartphone-App damit unmöglich gemacht. 187.000 hatten die neue Quizduell-TV-App heruntergeladen. An ihrer Stelle spielte gestern das Studiopublikum gegen die vier Kandidaten auf der Bühne - und gewann mit knappem Vorsprung. - Die Sendung "Quizduell" ist der erste Versuch, eine App live ins Fernsehen zu bringen.

Kunstsammlung von Schah-Frau soll laut Zeitungsbericht nach Europa kommen

Über Jahrzehnte lagerten die Meisterwerke vergessen im Abstellraum eines Teheraner Museums.

Nun soll die Gemälde-Sammlung der letzten Ehefrau des Schahs von Persien - Farah Pahlavi - im Westen präsentiert werden. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Demnach handelt es sich um eine der wertvollsten Sammlungen moderner Kunst überhaupt - mit Bildern etwa von van Gogh, Picasso, Chagall und Bacon. Die "FAZ" schreibt weiter, dass die Bilder möglichst noch in diesem Jahr in Museen in London, Paris und Berlin ausgestellt werden sollen. Der Iran wolle damit seine neue Offenheit gegenüber dem Westen demonstrieren.

ESC 2015: Mehrere österreichische Städte konkurrieren um Austragung

Nur Salzburg winkt ab.

Sonst aber konkurrieren gleich mehrere Städte um die Austragung des Eurovision Song Contest im kommenden Jahr. Bad Ischl als Wahlheimat der diesjährigen Siegerin Conchita Wurst, Graz, wo die Dragqueen in die Modeschule ging, und die Hauptstadt Wien sowieso. Selbst der Freizeitpark Schwarzlsee ließ verlauten, man habe mit zwei großen Hallen alles, was der Song Contest brauche. Die Begründung aus Salzburg lautet übrigens wie folgt: erstens, zu teuer. Zweitens, der ESC passe nicht in das weltweit einzigartige Kulturprofil, das sich eher an den Festspielen oder anderen qualitativ hochwertigen Kunstformen orientiere.

Kunstprojekt ruft zu Hilfen für syrische Flüchtlinge auf

Das Hilfsprogramm hat einen entscheidenden Haken: Es ist Fiktion.

Noch, so hoffen die Initiatoren. Das "Zentrum für Politische Schönheit" um den Berliner Künstler Philipp Ruch hatte gemeldet, man habe für die Bundesregierung ein Soforthilfeprogramm zur Aufnahme syrischer Flüchtlingskinder entwickelt: Insgesamt 55.000 Kinder sollten vorübergehend nach Deutschland einreisen können, sofern ein finanzieller Förderer oder eine Pflegefamilie für sie gefunden würde. Viele Medien nahmen das für bare Münze. Den Künstlern war´s recht: Sie hoffen nach eigenen Angaben, dass die Bundesregierung ihr "schlüsselfertiges Hilfsprogramm" umsetzt und suchen nun nach interessierten Pflegefamilien und finanziellen Förderern.

Finanzierung der Händel-Festspiele bis 2017 weitgehend gesichert

Die Veranstalter der Händel-Festspiele können aufatmen.

Bis 2017 ist die Finanzierung des Festivals in Halle an der Saale weitgehend gesichert. Das Land Sachsen-Anhalt will der ausrichtenden Stiftung rund 500.000 Euro pro Jahr zuschießen. Das deckt laut dem Intendanten, Clemens Birnbaum, etwa ein Drittel der Ausgaben des Festivals - der Rest kommt aus eigenen Einnahmen sowie Sponsorengeldern und Stiftungsmitteln. Sachsen-Anhalt hatte die Veranstaltung auch schon in den vergangenen Jahren gefördert. - Die Händel-Festspiele finden jährlich im Juni in Halle statt, dem Geburtsort des Komponisten Georg-Friedrich Händel. Im vergangenen Jahr mussten sie wegen des Hochwassers im Sommer ausfallen.

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