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Kompressor | Beitrag vom 19.09.2016

Schlechter US-StartWarum wird aus Snowden kein Kinoheld?

Bert Rebhandl im Gespräch mit Gesa Ufer

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Joseph Gordon-Levitt als Edward Snowden in dem Film "Snowden". (dpa / picture alliance / Universum Film)
Joseph Gordon-Levitt als Edward Snowden in dem Film "Snowden". (dpa / picture alliance / Universum Film)

Gegen Clint Eastwoods neuen Pilotenfilm "Sully" ist Oliver Stones Verfilmung der Geschichte des Whistleblowers Edward Snowden chancenlos. Woran das liegt, erklärt uns Filmkritiker Bert Rebhandl.

Heute feiert Oliver Stones Film "Snowden" in München seine Europa-Prremiere. In den USA ist der Versuch, den Whistleblower Edward Snowden zum Kinohelden zu machen, bislang nicht gelungen: Nur 8,5 Millionen Zuschauer wollten die Geschichte des Mannes sehen, der die globale Überwachung des US-Geheimdiensts NSA publik machte.

Ein anderer Film erfreut sich dagegen großer Beliebtheit: Auch in der zweiten Woche rangiert Clint Eastwoods Regiearbeit "Sully" an der Spitze der Charts, - ein Film, über den Piloten Chesley Sullenberger, der 2009 ein Flugzeug im Hudson River von New York notlandete.

Man kann sich mit Snowden nicht identifizieren

Warum wird aus Snowden auch im Kino nicht, was Sully mühelos gelingt - ein amerikanischer Held? 

"Clint Eastwood hat wieder bewiesen, dass er ein sehr gutes Gespür für einfache und nachvollziehbare Geschichten hat", erklärt uns Filmkritiker Bert Rebhandl.

Der Fall Snowden sei dagegen "zu kompliziert" und Regisseur Oliver Stone habe es nicht hinbekommen, dass man sich mit ihm identifizieren könne.

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