Schaubühne Berlin eröffnet Theaterfestival im chinesischen Wuzhen

Der Regisseur Thomas Ostermeier war lange Zeit unerwünscht in China. Jetzt hat er das Theaterfestival in Wuzhen offiziell eröffnet - mit einem Gong. Danach war seine Inszenierung von Ibsens "Die Wildente" zu sehen. Das Ensemble der Berliner Schaubühne reiste dafür eigens in die historische Wasserstadt südwestlich von Schanghai. Das Stück musste vorab die chinesische Zensur durchlaufen. Wie eine Reporterin vom ZDF berichtet, sind Nacktheit, Erotik oder Themen wie Homosexualität tabu. Das letzte Mal war Ostermeier 2018 mit "Ein Volksfeind" in China, ebenfalls von Henrik Ibsen. Damals musste die Inszenierung nach der ersten Aufführung verändert werden, spätere Auftritte wurden abgesagt. Beim Wuzhen-Festival ist auch eine Inszenierung von der Bayerischen Theaterakademie August Everding zu sehen. Die Veranstaltung gilt als eine der größten ihrer Art in Asien.