Seit 05:05 Uhr Studio 9

Freitag, 18.10.2019
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Debüt / Archiv | Beitrag vom 20.12.2012

Schau mich an!

Junge Talente stellen den Zyklus "Augenlieder" vor

Der Dirigent und Komponist Ryan Wigglesworth (Benjamin Ealovega)
Der Dirigent und Komponist Ryan Wigglesworth (Benjamin Ealovega)

Wie klingt ein Blick? Und welche Farbe hat der Vokal A? Mit dem 2009 entstandenen Zyklus "Augenlieder" für Sopran und Orchester hat der junge britische Komponist Ryan Wigglesworth vier Gedichte vertont, die den Zusammenhang zwischen Ohr und Auge thematisieren. Im Debüt im Deutschlandradio Kultur wird Wigglesworth die deutsche Erstaufführung seines Werkes dirigieren.

Die Augen als Spiegel der Seele, das stürmisch bewegte Wasser als Sinnbild ihrer Verfassung. Wenn Komponisten und bildende Künstler etwas über menschliche Leidenschaften erzählen wollen, greifen sie seit Jahrhunderten zu Metaphern.

Der britische Dirigent, Komponist und Pianist Ryan Wigglesworth hat für sein Debüt im Deutschlandradio Kultur mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin ein Programm zusammengestellt, das um solche Metaphern kreist. In seinen "Augenliedern" für Sopran und Orchester hat er vier "Augen"-Texte unterschiedlicher Herkunft (u.a. von Egon Schiele und Arthur Rimbaud) vertont.

Claire Booth (Sven Arnstein)Claire Booth (Sven Arnstein)Die Sopranistin Claire Booth ist die Widmungsträgerin dieses Liederzyklus und hat im Jahr 2009 bereits dessen Uraufführung in der Londoner Barbican Hall gesungen. Bei ihrem ersten Auftritt in Berlin zeigt die nicht nur in Großbritannien gefeierte junge Sängerin neben ihrem Faible für zeitgenössische Kompositionen, dass sie auch eine glanzvolle Mozart-Interpretin ist. Die Widmungsträgerin der Konzertarie "Ch'io mi scordi di te?", die Claire Booth ins Programm aufgenommen hat, war übrigens ebenfalls eine englische Sängerin: Nancy Storace.

Der dritte Gast des Abends ist der Trompeter Alexandre Baty aus Frankreich. Er wird sich bei seinem Debüt in der Berliner Philharmonie mit dem zweiten Trompetenkonzert von André Jolivet vorstellen. Das Werk des einzigen europäischen Schülers von Edgar Varèse verbindet auf überzeugende Weise die traditionelle dreisätzige Konzertform mit Elementen des Jazz und Blues.

Gerahmt wird der Abend von zwei Orchesterwerken, die sich explizit mit dem Spiel von Wasser, Wind und Wellen beschäftigen und damit gleichnishaft auch für das Auf und Ab der menschlichen Leidenschaften: Felix Mendelssohn Bartholdys Konzertouvertüre "Meeresstille und glückliche Fahrt" und Claude Debussys sinfonische Skizzen "La Mer".

Programmheft als PDF-Dokument

Debüt im Deutschlandradio Kultur
Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 18.12.2012


Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzertouvertüre Nr. 3 D-Dur op. 27
"Meeresstille und glückliche Fahrt"

Wolfgang Amadeus Mozart: "Ch'io mi scordi di te?"
Konzertarie für Sopran, obligates Klavier und Orchester KV 505

Ryan Wigglesworth: "Augenlieder" für Sopran und Orchester (2009)
I "Eurydice to Orpheus: A Picture by Leighton” (Text von Robert Browning)
II "Visionen" (Text von Egon Schiele)
III "Voyelles" (Text von Arthur Rimbaud)
IV "Keep your eyes open" (Text von John Berryman)

ca. 20:55 Uhr Konzertpause mit Nachrichten
Olga Hochweis im Gespräch mit den Debütanten

André Jolivet: Konzert für Trompete und Orchester Nr. 2

Claude Debussy: "La Mer", drei sinfonische Skizzen für Orchester

Claire Booth, Sopran
Alexandre Baty, Trompete
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung und Klavier: Ryan Wigglesworth

Mehr bei deutschlandradio.de

Downloads:

Programmheft Debüt vom 18.12.2012 (PDF)

Debüt Saison 2019/20

60 Jahre Jubiläumskonzert - Debüt (Deutschlandradio)

Flyer für die Saison 2019/20 zum Download

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur