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Echtzeit | Beitrag vom 19.10.2019

SchamZwischen Verlegenheit und Bloßstellung

Moderation: Susanne Balthasar

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Das Schwarz-Weiß-Foto zeigt eine Person mit nacktem Oberkörper von hinten (Unsplash / Olenka Kotyk)
Sich zu schämen, kann viel Gründe haben. (Unsplash / Olenka Kotyk)

Die Scham hat Hochkonjunktur: Wenn Menschen über Intimes sprechen müssen, sich nackt oder schmutzig fühlen, bei Misserfolg oder Versagen, dann schämen sie sich – neuerdings sogar bei Flugreisen. Was steckt hinter diesem unangenehmen Gefühl?

Die Echtzeit widmet sich heute einem Thema, das gerade in aller Munde ist, auch wenn es vor allem unangenehme Gefühle verbreitet – der Scham. Die gibt es mittlerweile auch beim Fliegen. Länger erschwert sie aber schon das Reden über Sex, Geld oder Körper.

Das feministische Theaterkollektiv She She Pop arbeitet seit mehr als einem Vierteljahrhundert über "Scham", weil die Öffentlichkeit der Bühne das Sprechen merkwürdigerweise leichter macht, wie Johanna Freiburg, eine der Performerinnen erzählt. Kreativ ist auch der Umgang mit Schamhaar – selbst bei Männern, wie Matthias Finger herausgefunden hat. Ohne dass es dabei nur um Optimierung von Körpern ginge.

Beschämendes Suchtverhalten

Ob und wie Scham mit Sucht verbunden ist oder beim stundenlangen Zocken von Computerspielen auftritt, erkundet Lydia Heller im Live-on-Tape – bei einer Beratungsstelle für Internetsucht und im Zimmer ihres Teenager-Sohnes. Eine spezifische Form der Scham findet sich schließlich in Nairobi – dort sind blitzsaubere Schuhe ganz wichtig im sozialen Miteinander, weil dreckige Bekleidung peinlich wäre.

Mehr zum Thema

Ein Jahr nach Missbrauchsstudie - Viele Täter, wenig Gerechtigkeit
(Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, 23.09.2019)

Autoritäre Weltverbesserer - Schamgefühl als Moralkeule
(Deutschlandfunk Kultur, Politisches Feuilleton, 19.09.2019)

Autorin Roxane Gay - Kämpferin gegen Körperklischees
(Deutschlandfunk Kultur, Lesart, 28.08.2019)

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